Hundehalter in Sorge: Wer legt gefährliche Köder aus?

An mehreren Stellen in Ehrenfriedersdorf sind mit Nägeln und Scherben präparierte Hundeköder aufgetaucht. Die Stadt warnt ihre Bürger.

Ehrenfriedersdorf.

Hundebesitzer in Ehrenfriedersdorf sind seit einigen Tagen in Aufruhr. Ein oder mehrere bisher unbekannte Täter haben im Stadtgebiet Hundeköder ausgelegt, die mit Nägeln beziehungsweise Glasscherben gespickt sind. Einen davon entdeckte Jana Jakob, als sie mit ihrem Hund Gassi ging. Glücklicherweise habe sie das Stückchen Wienerwürstchen, durch das mehrere Nägel gesteckt worden waren, vor ihrem Tier entdeckt, sagt die Ehrenfriedersdorferin. "Ich habe mich gewundert, was da liegt", erzählt sie. Da ihr Hund schon ziemlich alt sei und kaum noch etwas sieht, achte sie ohnehin darauf, was da so am Boden liegt. Doch mit einem präparierten Hundeköder habe sie nicht gerechnet. Gefunden hat ihn Jana Jakob am Montag in einer Anlage an der Schulstraße. "Ich bin fassungslos und wütend."

Nicht der einzige Fund. Bereits in der vergangenen Woche war ebenfalls ein Stück Wurst, das allerdings mit Glasscherben versehen war, entdeckt worden. Fundort in diesem Fall war die Chemnitzer Straße. Bei der Polizei seien mehrere Hinweise zu derartigen Hundeködern eingegangen, bestätigt Polizeihauptkommissarin Doreen Göhler. Gemeldet wurden Funde auf dem Fußweg an der B 95, der Schulstraße und der Kurzen Straße. Doch nicht nur Wurststücke seien mit spitzen und gefährlichen Gegenständen bestückt, sagt Thomas Schmidt vom Ordnungsamt der Stadt. Auch ein entsprechend präpariertes Brötchen sei gefunden worden. "So etwas gab es in der Stadt bisher nicht", sagt der Ordnungsamtschef. Für ihn sei die Sache klar, dass mit den Ködern Tiere verletzt werden sollen. Aber nicht nur für sie sind die Köder gefährlich, schließlich könnten sie auch Kinder in die Hände bekommen. Auf ihrer Facebookseite warnt die Stadt Ehrenfriedersdorf daher ihre Bürger. Beim Spazierengehen sollten sie vorausschauend sein und den Weg im Blick behalten.

Sollten weitere gefährliche Köder entdeckt werden, rät Thomas Schmidt, dies unbedingt zu melden und bei der Polizei anzuzeigen. Außerdem sollten die präparierten Würste beseitigt werden. Den oder die Täter, die sich laut Polizei eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung strafbar machen könnten, zu fassen, sei schwierig. Man müsste ihn schon auf frischer Tat ertappen, so Schmidt.

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