Im Erzgebirge heulen 362 Sirenen

Alarmmeldenetz der Region probt Ernstfall

Annaberg-Buchholz.

Am Donnerstagvormittag wird es laut - auch im Erzgebirgskreis. Beim ersten bundesweiten Warntag wird der Ernstfall geprobt. Punkt 11 Uhr heulen die Sirenen. Das Signal - ein einminütiger auf- und abschwellender Ton - bedeutet: Radio einschalten, Durchsagen befolgen. Nach Angaben der Integrierten Regionalleitstelle Chemnitz, über die alle Notrufe aus den Regionen Chemnitz, Mittelsachsen und dem Erzgebirgskreis laufen, gibt es allein im hiesigen Kreis 362 Sirenen. "Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland ist das noch ein relativ dichtes Netz", sagt Paul Schaarschmidt vom Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge und verweist auf den Rückbau von Warnsirenen nach der Wiedervereinigung.

"Überwiegend werden die stationären Sirenen zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt", erläutert Paul Schaarschmidt. "Gleichzeitig dienen sie als Weck- und Alarmierungssystem der Bevölkerung. In den Ortslagen von Aue, Burkhardtsdorf und Olbernhau kann darüber auch eine Sprachdurchsage mit Handlungsanweisungen erfolgen." Rico Ott, Leiter der Abteilung Umwelt, Verkehr und Sicherheit im Landratsamt des Erzgebirgskreises, sagt: "Der Warntag bietet uns die Möglichkeit, den Einwohnern die Sirenensignale für den Ernstfall näher zu bringen. Weiterhin erhoffen wir uns neben der Sensibilisierung der Bevölkerung für die Warnmittel, auch die kritische Überprüfung der Selbsthilfefähigkeit." (hd)

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Sirenensignale

Warnung vor einer Gefahr: 6 Töne von jeweils 5 Sekunden Dauer mit 5 Sekunden Unterbrechung

Feueralarm: 3 Töne von jeweils 12 Sekunden Dauer mit 12 Sekunden Unterbrechung

Signalprobe: 1 Ton von 12 Sekunden Dauer (jeden ersten Samstag im Monat um 11 Uhr)

Entwarnung: 1 Ton von 60 Sekunden Dauer

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