Jäger bangen vor Schweinepest

Der Entwarnung, dass die Wildschweine im Erzgebirge nicht verstrahlt sind, folgt eine neue Sorge: Eine tödliche Tierseuche ist bereits im Nachbarland Polen aufgetreten.

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    PETADeutschland
    15.08.2014

    Trotz der intensiven Bejagung wächst die Wildschweinpopulation rasanter denn je. Während Ende der 80-er Jahre in ganz Europa 550.000 Wildschweine getötet wurden, fielen im Jagdjahr 2012/2013 allein in Deutschland über 600.000 Tiere den schießwütigen Jägern zum Opfer. In Fachzeitschriften geben die Jäger mittlerweile selbst zu, dass sie die Wildschweine mit jagdlichen Mitteln nicht regulieren können. Die rasante Vermehrung der Wildschweine ist paradoxerweise vor allem auf die starke Bejagung zurückzuführen. Eine aktuelle Studie belegt, dass in bejagten Wildschweinpopulationen die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt. Ebenso wird durch den Abschuss der Leitbache, die in einer Rotte der unkontrollierten Vermehrung entgegenwirkt, ein Anwachsen der Population bedingt. Auch namhafte Wissenschaftler wie Prof. Dr. Reichholf beschreiben die Jagd als „Erhaltung hoher Bestandsproduktivität“. Massive Fütterungen haben den Erhalt hoher Wildbestände zum Ziel. Schließlich wollen die Hobbyjäger bei ihrem nächsten Feldzug voll auf ihre Kosten kommen.

    Vanessa Reithinger / PETA Deutschland e.V.
    B.Sc. Wildtier- und Biodiversitätsmanagement / Fachreferentin für Wildtiere



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