Jens Weißflog springt wieder

Skisprungmeisterschaften mitten im Sommer? Auf Schnee? An der Ostsee? Die Oberwiesenthaler machen's möglich.

Oberwiesenthal.

Vor fast genau 20 Jahren hat Skisprunglegende Jens Weißflog seinen letzten Sprung absolviert - vor einer riesigen Fangemeinde am heimischen Fichtelberg. In genau einer Woche kehrt er erstmals wieder auf eine Schanze zurück und kämpft erneut um Meisterschaftsehren. Genauer gesagt um den Pokal der Kurverwaltung Zinnowitz. Und die Konkurrenz auf der Anlage ist unberechenbar: mutige Urlauber aus dem Ostseebad auf der Insel Usedom.

Hinter dieser ungewöhnlichen Idee stecken vier Oberwiesenthaler Hoteliers - einer von ihnen ist Jens Weißflog. Gemeinsam mit vier lokalen Partnern wollen die mit dem "Oberwiesenthaler Schneezauber" an der Küste Werbung machen für den Wintersportort Oberwiesenthal und für dessen Schneesicherheit im Winter, die durch ein weiträumig ausgebautes Beschneiungssystem gewährleistet wird. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. 2004 hatten die Oberwiesenthaler schon einmal Schnee an den Strand des Ostseebades gebracht und mit der Zinnowitzer Skisprungmeisterschaft annähernd 5000 Zuschauer angelockt, berichtet Antje Kirsten vom Elldus-Ressort, einem der beteiligten Unternehmen.


Bei allem Gaudi nehmen die Veranstalter den Wettbewerb aber durchaus ernst. Denn gesprungen wird nicht von einem wild aufgeschütteten Schneehaufen, sondern auf einer richtigen Skisprungschanze mit einer Höhe von 2,50 Metern und einer Gesamtlänge von 16 Metern. Und die mobile Anlage entspricht den Richtlinien des Internationalen Skiverbandes.

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