Jöhstadt hat Jahresende wieder ein paar Euro übrig

Die Haushaltskonsolidierung in der Bergstadt zeigt erste positive Ergebnisse. Dafür ist allerdings nicht nur der eingeschlagene Sparkurs verantwortlich.

Jöhstadt.

Es geht wieder aufwärts. Diese Botschaft gab Jöhstadts Kämmerin Katrin Ziehe Bürgern und Räten zur jüngsten Stadtratssitzung mit auf den Weg. Konkret sagte sie: "Es baut sich wieder ein Liquiditätsbestand auf. Das ist wichtig." Diese Aussage untersetzte sie mit der Summe von 129.203 Euro. Das sind die liquiden Mittel, mit denen die Stadt Jöhstadt aus jetziger Kalkulation heraus das kommende Jahr abschließen will. Ende dieses Jahr sieht es laut Ziehe sogar noch besser aus. Wenn die verbleibenden Wochen nach Plan laufen, stehen zum 31. Dezember sogar liquide Mittel in Höhe von 464.203 Euro zur Verfügung. Diese Summe bezeichnete die Kämmerin als Grundstock für den neuen Haushalt, der im Januar und damit so früh wie schon lange nicht mehr beschlossen werden soll.

Allerdings ist angesichts der klammen Haushaltssituation Jöhstadts in den vergangenen Jahren die doch eher hohe Summe von 464.203 Euro nicht allein auf den rigiden Sparkurs der Verwaltung zurückzuführen. "Dieses Geld haben wir auch übrig, weil wir viele für dieses Jahr geplante Maßnahmen nicht realisiert haben", erläuterte Ziehe. Als Beispiele nannte sie das Salzsilo, das Feuerwehrgerätehaus Steinbach, den Breitbandausbau oder den Einbau von Rauchabzugsfenstern im Erbgericht Grumbach. Zudem profitiert Jöhstadt von der sogenannten Kommunalpauschale, die der Freistaat den Städten und Gemeinden zur freien Verfügung zugesichert hat. Das sind für die Jahre 2018 bis 2020 jeweils 70.000 Euro.

Die wieder bessere Haushaltssituation spiegelt sich auch bei den für nächstes Jahr geplanten Investitionen wider. Auf dieser Liste steht unter anderem: Sanierung Bauhof Jöhstadt, Salzsilo, Feuerwehrgerätehaus Steinbach, Planung Anbau Technikraum Oberschule, Planung Konzept Kindertagesstätten, Sanierung Turnhalle Grumbach, Abriss ehemaliges Trikotagenwerk, Sanierung Trauerhalle Grumbach. Zudem sei für das Ärztehaus eine größere Instandsetzung geplant.

Wie Katrin Ziehe darstellte, kann Jöhstadt im kommenden Jahr mit Einnahmen von rund 4,4 Millionen Euro rechnen. In dieser Summe enthalten sei unter anderem die Gewerbesteuer. Die habe sie mit 798.000 Euro angesetzt. Das entspreche einer Reduzierung um circa 150.000 Euro gegenüber diesem Jahr. Ebenfalls in den 4,4 Millionen zusammengefasst sind Einnahmen aus der Gästetaxe, der Schlüsselzuweisung des Landes, den Nutzungsentgelten für die Turnhalle sowie Zuweisungen für die 2019 anstehenden Wahlen, erläuterte die Kämmerin. Auf der anderen Seite stehen fast 4 Millionen Euro Auszahlungen. Nahezu die Hälfte davon wird von Personalkosten aufgefressen. Die verbleibenden rund 2 Millionen sind etwa für die Instandhaltung kommunaler Gebäude, den Winterdienst oder die Kreisumlage vorgesehen.

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