Jöhstadt muss vorerst doch kein Freibad dicht machen

Durch Sponsor gewinnen Stadt und Vereine ein Jahr Zeit für neue Ideen

Jöhstadt.

Welches der zwei Freibäder in Steinbach und Schmalzgrube wird geschlossen? Dieses Thema hat den gesamten Super-Sommer in den Jöhstädter Ortsteilen überschattet. Die Entscheidung darüber war eigentlich für die Stadtratssitzung am Donnerstagabend angedacht. Auf dieser konnte Bürgermeister Olaf Oettel (parteilos) allerdings Entwarnung geben. Vorerst muss keines der Bäder dichtgemacht werden.

Quasi in letzter Sekunde habe sich ein Sponsor gefunden. Dieser wolle für das kommende Jahr 10.000 Euro zur Begleichung der Nebenkosten zur Verfügung stellen und für 2020 noch einmal 5000 Euro. Wer dieser anonyme Geldgeber ist, wollte auf dessen Wunsch Oettel indes nicht verraten.

Durch diese neue Entwicklung werden auch nächstes Jahr beide Freibäder wieder wie gewohnt öffnen. Die dafür nötigen Schwimmmeister will allerdings die Stadt weiter finanzieren. "Ich möchte bei diesem sensiblen Thema kein Risiko eingehen. Das müssen professionelle Leute machen und deshalb werden wir als Stadt dafür auch das Geld aufbringen", erklärte Oettel gegenüber "Freie Presse".

Durch dieses Sponsoring haben nun die Stadt sowie die zwei Vereine, die die Bäder betreiben, mindestens ein Jahr gewonnen, in denen neue Ideen für einen dauerhaften Erhalt der Freizeiteinrichtungen geschmiedet werden können. Oettel machte dahin gehend klar, dass das auch nur im Miteinander der zwei Vereine geht. Beide Bäder hätten unterschiedliche Zielgruppen. Und die ließen sich auch nicht mal einfach so verschieben.

Jan Beyer, Vorsitzender des Bayern-Fanclubs, der das Steinbacher Bad betreibt, unterstrich Oettels Aussage, dass es in Zukunft nur gemeinsam gehe. "Wir müssen uns zusammensetzen und erst einmal ein paar Dinge ausräumen, die in den vergangenen Jahren eskaliert sind", so Beyer. Johannes Krauße (Aktives Oberes Pressnitztal) sprach das Thema Förderverein an. Das sei eine Möglichkeit, um die Bäder auch finanziell zu unterstützen, da ein Verein beispielsweise Spendenquittungen ausstellen könne.

In die Bedrängnis, ein Bad schließen zu müssen, war die Stadt aufgrund ihrer prekären finanziellen Lage gekommen. Im daraufhin erstellten Haushaltsstrukturkonzept wurde die Badschließung als eine Sparmaßnahme aufgenommen.

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