Jugendfestival legt trotz großem Erfolg eine Pause ein

Die Veranstaltung der Evangelischen Jugend im Kirchbezirk Annaberg ist beliebt. Das zeigte die 14. Auflage am Wochenende. Im nächsten Jahr soll ein neues Konzept greifen, das sich nicht nur auf einen Ort konzentriert.

Annaberg-Buchholz.

Sechs internationale Bands und Musiker standen am Samstag auf der Bühne in der Annaberger Festhalle. Die Evangelische Jugend im Kirchenbezirk Annaberg hatte zum 14. Jugendfestival eingeladen. Vor, neben und im Gebäude sorgten etwa 140 Ehrenamtliche für den reibungslosen Ablauf des Abends. Erwartungsvoll gingen die jungen Besucher zwischen 14 und 30 Jahren durch die Eingangstüren. Ordner vom Verein Christliche Motorradfahrer Sachsen hatten ein Auge auf die Abläufe. Drinnen standen nicht nur die Musiker auf und neben der Bühne. An kleinen Ständen wurde zudem Unterschiedliches angeboten, von Kulinarischem bis zur Klamotte war Einiges zu haben. Direkt vor der Bühne wurde getanzt und geklatscht. Das Publikum ließ sich begeistern.

Bunte Spots und Laser jagten durch den Saal. Bühneneffekte untermalten die Musik und Choreografien der Akteure. Wem der Sound nicht gefiel, der ging einfach raus oder traf Freunde im Foyer, wo es ein bisschen ruhiger war. "Mit dem Jugendfestival haben wir offensichtlich ein Format gefunden, das dem Wunsch vieler Jugendlicher entspricht", sagte Matthias Richter, Jugendmitarbeiter bei der Evangelischen Jugend und Kopf des Ganzen. Man sehe das Projekt im Kirchenbezirk Annaberg mit einem mehrfachen Gewinn für junge Menschen. Inzwischen würden viele junge Mitarbeiter Verantwortung für das Gelingen des Jugendfestivals übernehmen und seien in den vergangenen Jahren an den Herausforderungen gewachsen. "Es ist ein Privileg, mit solchen großartigen jungen Menschen zusammenzuarbeiten. Die Veranstaltung könnte inzwischen auch ohne mich laufen", schätzte der Diakon ein.

Justine und Jessica kommen aus Freiberg und sind solche Mitarbeiterinnen. "Mein christlicher Glaube hat mich zum Guten verändert. Darüber möchte ich mit den Jugendlichen reden", sagte Justine und hoffte, dass der Abend noch einige Möglichkeiten für Gespräche bietet. Sophie und Luisa wohnen in Annaberg und kamen zum Konzert, weil die Stimmung einfach passe und die Abläufe für sie in Ordnung sind. "Wir gehen nicht in die Kirche, aber die Musik ist gut. Wir sind jedes Jahr hier", erzählten sie. Einige waren mit Freunden da, andere wollten die Dinge nur mal beobachten.

Trotz seines Erfolges setzt das Jugendfestival im kommenden Jahr aber aus. "Wir wollen das Konzept mit Schultour und Abschlusskonzert in mehreren Orten in der Region neu etablieren und starten" schaut Matthias Richter schon mal voraus. Das Projekt "Jugendfestival" wurde 2017 mit dem Bürgerpreis Erzgebirge ausgezeichnet und ist auch in diesem Jahr für den Regionalpreis "Erzgebürger 2019" nominiert. Begonnen hat im Jahr 2006 alles innerhalb eines Buchholzer Festes in einem Zelt. Seitdem ist der Erfolg nicht zu stoppen. Matthias Richter: "Wir wollten damals und jetzt zeigen, dass Christen auch cool sein können." Das sei dank der Hilfe von vielen kirchlich Engagierten, die Jugendlichen eine hilfreiche Orientierung geben wollen, gut gelungen.

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