Jugendfeuerwehren kämpfen um Meter und Sekunden

In Thum wurde der diesjährige Greifensteinpokal ausgetragen. Verlierer gab es keine, aber Gewinner.

THUM.

Seit Mitte der 1990er-Jahre wird der Greifensteinpokal der Jugendfeuerwehren ausgetragen. Mal in Geyer, Ehrenfriedersdorf, Gelenau, Thum oder Herold. "Abwechselnd und meist dort, wo die Feuerwehr ein Fest feiert", berichtete Ralf Bärthel, Jugendfeuerwehrwart von Thum. Am Samstag waren die Thumer Gastgeber des Wettbewerbes, denn die Feuerwehr der Stadt beging ihr Jubiläum zum 155. Bestehen. Neun Mannschaften aus der Gastgeberstadt, Gelenau, Geyer und Ehrenfriedersdorf waren auf dem Neumarkt an den Start gegangen. Und was die 55 Mädels und Jungs zeigten, nötigte bei Besuchern und den alten Hasen unter den Feuerwehrleuten Respekt ab. Alle Teilnehmer legten sich mächtig ins Zeug, und Verlierer gab es beim Wettbewerb keine. Sieger aber natürlich schon.

Die Gastgeber machten sich ein schönes Festgeschenk: Die Mannschaft Thum 1 hatte vor den Teams Geyer 2 und Ehrenfriedersdorf 2 die Nase ganz vorn. Der Chef der Thumer Jugendtruppe war mit der Leistung seiner Schützlinge, die gleich drei Mannschaften stellten, überaus zufrieden. Zudem ist die Thumer Jugendfeuerwehr mit 24 Mitstreitern richtig gut aufgestellt. Bärthel verwies aber vor allem auf den Sinn und Zweck des Greifensteinpokals. "Der Nachwuchs soll hier sein Wissen und Können unter Beweis stellen und seine Fähigkeiten demonstrieren. Dabei spielt der Zusammenhalt in der Gemeinschaft eine große Rolle, einer muss sich auf den anderen verlassen können."

Wissen, Geschick und Schnelligkeit waren gefragt. Bestandteile des Wettbewerbs sind die Erste Hilfe, das Binden von Knoten, ein Wissenstest und ein Löschangriff, bei dem die Besucher im Zielbereich mit einer kühlen Dusche rechnen mussten. Immer ging es um Sekunden, sogar beim Wissenstest. Wer also neben anderen Fragen nicht wusste, dass Sauerstoff den Brennvorgang fördert, kassierte Strafsekunden. Bei den meisten Teilnehmern war da schon Lampenfieber zu spüren. "Ich bin seit vier Jahren in der kleinen Mannschaft, es macht richtig Spaß, aber aufgeregt bin ich heute schon", gab Nando Weiße (12) aus Geyer zu. Der Jugendwart der Bingestädter wusste seine Schützlinge zu besänftigen. "Wir haben viel geübt", so Roy Buschmann. Und die Arbeit der Jugendfeuerwehren ist wichtig. Schließlich sichern sie später auch die Zukunft der freiwilligen Feuerwehren.

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