Kaisermania befällt auch Kurort

Wenn Roland Kaiser singt, dann kommen die Leute in Scharen. All jene, die keine Karte für die Konzerte in Dresden ergattern konnten, gingen aber nicht leer aus. Kurpark statt Elbufer heißt das Zauberwort.

Thermalbad Wiesenbad.

Es gibt verschiedene Angaben, in welcher Zeit die Tickets für die Kaisermania in Dresden weg waren. Die Unterschiede aber sind gering. Auf der Webseite von Roland Kaiser ist von 17 Minuten zu lesen, in Thermalbad Wiesenbad war am Samstag die Rede von zwölf Minuten. Schnell verkauft waren die Karten für die Konzerte am Elbufer allemal. Für alle vier Konzerte an den zwei Wochenenden gab es also schon lange vor den Terminen keine Tickets mehr, sodass viele Fans Ausweichpunkte gesucht und gefunden haben.

Public Viewing heißt das Stichwort. Der Ort dafür war am Samstag der Kurpark von Thermalbad Wiesenbad. Dorthin wurde das Dresdner Konzert auf eine große Leinwand live übertragen und die Leute strömten in den kleinen Kurort. Mit Campingstühlen ausgerüstet und mit Decken bewaffnet belagerten sie die große Wiese im Kurpark. Mehr als 1000 Besucher, so die Schätzung von Karina Hunger von der Gästeinformation der Kurgesellschaft, kamen zum gemeinsamen Konzertgucken. Was den Kurort von Dresden noch unterschied, war die exzellente Vorband vor dem Auftritt des Schlager-Kaisers: Die Schalmeienkapelle Steinbach heizte derart ein, dass die Besucher bestens aufgewärmt waren für den Auftritt des deutschen Schlagerstars.


Altersmäßig war das Publikum im Kurpark gut gemischt und reichte von Kindern, die von Eltern oder Großeltern mitgebracht wurden, über Teenies bis zu Rentnern. Eine der 1000 Besucher war die Annaberg-Buchholzerin Louisa Oelmann. Sie erzählte nicht ohne Neid von ihrer Mutter Jacqueline - und das hatte einen einleuchtenden Grund. "Sie ist gerade in Dresden am Elbufer und ich nicht. Ich wäre es jetzt gern, aber ich gönne es meiner Mama wirklich", sagte die 18-Jährige, die mit der Musik von Roland Kaiser aufgewachsen ist. "Die ganze Familie hört ihn und ich natürlich auch!"

Janine Müller ist 35 Jahre alt und gönnt sich täglich eine Portion Kaisermusik. "Ich höre seine Musik ganz gern im Autoradio, auch mal etwas lauter", erzählte die Annaberg-Buchholzerin. Unter den Besuchern war auch Bärbel Glaß, für die das Public Viewing eine ganz besondere Art der Vorbereitung darstellte. "Ich höre heute mal rein und am Freitag bin ich in Dresden mit dabei. Die Karte dafür haben mir Freunde geschenkt, das ist wie ein Fünfer im Lotto und wird bestimmt ganz toll", so die 49-Jährige voll Vorfreude. Am Samstag war ihre ganze Familie bis hin zu Enkel Fynn dabei. Ein Lieblingslied hat sie von Roland Kaiser: "Ganz klar 'Sieben Fässer Wein'." Die Atmosphäre war entspannt, viele Paare tanzten auf der Wiese wie die Weißbacher Heike und Mario Körner: "Das muss jetzt einfach sein!"

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    ralf66
    05.08.2019

    Tut mir Leid für die Fans, Roland Kaiser trifft die Töne oftmals nicht mehr, man hört das im unteren Bereich sehr deutlich, dort singt er auch die Töne nicht aus. Alle Lieder werden zu tief begonnen, so dass sie im unteren Bereich schwer zu singen sind, im mittleren Tonbereich gut warum singt er so tief, ganz einfach er kommt nicht mehr in die höheren Tonlagen beim singen. Jetzt scheint dem Publikum die Qualität des Gesanges nicht zu stören oder sie hören es einfach nicht deswegen dieser Zuspruch?



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