Kanalbau in Zwönitz sorgt für Umleitung und Unmut

Wasser-Zweckverband stellt frühzeitigen Abschluss in Aussicht

Zwönitz.

In Niederzwönitz auf der Dorfchemnitzer Straße wird zurzeit eine neue Trinkwasserleitung verlegt. Das sorgt für Unmut, weil die Baustelle lang ist und sich voraussichtlich noch Monate hinziehen wird. Es macht die Sache nicht erträglicher, dass die Umleitung ausgerechnet über Brünlos führt. Denn die Durchgangsstraße dort ist dieser Tage häufig dicht, weil auch die B180 zwischen Stollberg und Thalheim gesperrt und viele Verkehrsteilnehmer nun ebenfalls über Brünlos fahren. "Die Situation ist angespannt, auch weil die Grundschule direkt an der Straße liegt", beklagt der Zwönitzer Bürgermeister Wolfgang Triebert, der sich etlichen Beschwerden seiner Bürger ausgesetzt sieht.

Die werden sich aber mit den Umständen bis Ende November abfinden müssen. Denn auch eine ins Spiel gebrachte Umleitung über die sogenannte LPG-Straße ist nicht möglich, weder mit noch ohne Ampel. "Dort fährt der Bus und es gibt keine Ausweichmöglichkeiten", erklärt Triebert. Frank Kippig, Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW), hat als Bauherr Verständnis für den Unmut. Allerdings hat auch der Verband Zwänge. "Dort liegt eine Leitung aus Asbestzement, die langsam porös wird und ausgetauscht werden muss", erklärt Kippig. Daher werde nun zwischen den Hausnummern 18 und 48 auf rund 425 Metern gebaut. Da die bisherige Leitung nah an den Grundstücken liegt und die neue straßenmittig verlaufen wird, müssen auch die Hausanschlüsse etwas verlängert werden. Mit der neuen Leitung strukturiert der ZWW auch die Trinkwasserversorgung von Dorfchemnitz um. Derzeit kommt das Wasser von der Aufbereitungsanlage Christelgrund in Thalheim. Die neue Leitung soll auch als Alternativwasserversorgung von Niederzwönitz her dienen, das Wasser vom Ziegenberg und der Talsperre Eibenberg bekommt.

Rund 190.000 Euro kostet den ZWW diese Baustelle. Fördermittel gibt es nicht. Geplant sind die Bauarbeiten bis zum 31. November. Bis dahin werden die Anlieger mithilfe einer überirdischen Notleitung versorgt. Was die Bauzeit angeht, hat Kippig gute Nachrichten für alle Betroffenen. "Die ausführende Firma hat mir in einem Telefonat signalisiert, dass sie den Zeitplan halten kann und voraussichtlich sogar schneller fertig sein wird."

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