Konzert für zwei Generationen

Die tschechische Band Depeche Mode Revival wurde in der "Brauerei" gefeiert. Der Anfang der Gruppe resultierte aus einem kleinen Desaster.

Annaberg-Buchholz.

Der Bandname Depeche Mode Revival stiftet schon leichte Verwirrung. Revival heißt so viel wie "Erweckung" oder "Wiederaufblühen", dabei sind die Vorbilder doch höchst lebendig ... Aber auch sehr teuer, zu teuer für die "Alte Brauerei", die am Freitag die erste Depeche-Mode-Party ihrer Geschichte erlebte. 130 Besucher wollten die Songs von Depeche Mode hören, einfach tanzen und eine gute Zeit haben - und das bekamen sie auch.

Seit 1999 gibt es die Band und der Anfang resultierte aus einem kleinen Desaster. "Wir hatten eine Band, die eigene Sachen gespielt hatte. Die liefen aber nicht gut. Eines Abends wollte uns eigentlich keiner hören", erzählt Slava Pošvic. Nur bei Zugaben wie "Enjoy the Silence" ging das Publikum richtig ab - und die weitere Marschrichtung der Band war klar. "Unsere Songs wollte keiner hören. Also spielen wir die Musik unserer Jugend", sagt der 46-jährige Keyboarder, Samplemixer und Bandgründer. Zu dritt, Bruder und Sänger Michal Pošvic und Gitarrist/Keyboarder Jan Seibt vervollständigen die Besetzung, machen sie seitdem Musik, die von Depeche Mode.

Und das machen sie sehr gut, das mehrheitlich weibliche Publikum in der "Alten Brauerei" war begeistert. Sehr oft kamen Mütter mit ihren Töchtern, eher seltener eine Mutter mit ihrem Sohn. Bei Susi und Kevin Scholz (Foto) war dies aber der Fall. "Durch meine Mutter kenne ich die Musik, wir waren schon gemeinsam auf einem Konzert von And One. Ich bin sehr flexibel, was Musik angeht, entweder etwas gefällt mir oder nicht", erzählte der 23-Jährige, der selbst Musik macht, Hardcore und Metalcore. Über den Abend mit Depeche Mode Revival sagt der Annaberg-Buchholzer: "Es war cool, die Band war spitze, es gab eine super Stimmung!"

Mutti Susi hat die echten Depeche Mode auch schon live gesehen und war auch von den Nachgemachten angetan. "Musik und Stimmung waren super, es war ein sehr schöner Abend, alle waren richtig gut drauf", zieht die 44-Jährige ein sehr positives Fazit. Viele Besucher kennen die Musik seit den 1980ern, so wie Katrin: "Bei der Musik ist kein Lied wie das andere. Meine ersten Lieder habe ich auf Kassette überspielt, das war bestimmt schon die fünfte Kopie, dementsprechend war die Qualität." Die erste Depeche-Mode-Party in der "Alten Brauerei" war gelungen, Kulturmanager Jens Roscher weiß aber noch nicht, ob es eine Wiederholung geben wird.

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