Kosten für Krippen-Neubau steigen

300.000 Euro mehr plant Crottendorf für das Projekt ein. Das entspricht einer neuen Obergrenze von 1,9 Millionen Euro. Etwas schmerzt dabei besonders.

Crottendorf.

Der Neubau einer Kinderkrippe wird für Crottendorf deutlich teurer als vorgesehen. Das war schon vor einiger Zeit prognostiziert worden, jetzt plant die Gemeinde mit Zustimmung des Rates auch offiziell höhere Ausgaben ein. Es werden Kosten von 1,9 Millionen Euro einkalkuliert - das sind 300.000 Euro mehr als bisher als Obergrenze festgelegt. Das Ganze geht mit einem Nachtragshaushalt für 2020 einher.

Schon jetzt liegen die bestätigten Auftragsvergaben für den Krippenneubau mit etwa 1,75 Millionen Euro über der Grenze, die vorgegeben war. Bis auf die Möblierung und die Arbeiten im Außengelände sind alle Arbeiten vergeben. Mit größeren Nachträgen sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zu rechnen, sagte Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos). Die Mehrkosten, die für den Bau der Krippe aufgebracht werden müssen, werden zu Lasten von Crottendorfs Liquidität gehen. Entsprechende Mittel sinken nach heutigem Stand von 642.000 Euro auf 342.000 Euro zum Jahresende 2020. Doch eine andere Wahl hat die Gemeinde nicht. Höhere Zuschüsse werden nicht bereitgestellt. Es gibt eine Fix-Förderung, die bei rund einer Million Euro liegt. "Da kommen wir am Ende vielleicht bei 55 oder 60 Prozent Fördersatz heraus. Das ist für eine Kindertagesstätte schon etwas wenig", so Martin. Es sei unverständlich, dass in solchen Fällen keine Reaktion möglich ist.

Doch woher rührt die Kostenerhöhung? Zum einen muss die Gemeinde für die Baumeisterarbeiten - den Rohbau - etwa 200.000 Euro mehr ausgeben als geplant. Das wirtschaftlichste Angebot umfasste 688.000 Euro. Eine erste Ausschreibung in diesem Punkt war mit Zustimmung des Gemeinderats bereits aufgehoben worden, damals hatte die günstigste Offerte sogar bei mehr als 740.000 Euro gelegen. Bei den folgenden Vergaben in anderen Bereichen hatte man allerdings Glück: Es konnten teils deutliche Reduzierungen gegenüber der Kostenberechnung erreicht werden, ohne an der Substanz zu sparen, so Martin. Dennoch sei auch manches Zusätzliche notwendig gewesen, was vorher nicht absehbar war. Generell wurde auf Sonderausstattungen wie eine Dachbegrünung verzichtet, um Geld zu sparen.

Errichtet wird die neue Krippe auf einer Grundfläche von 830 Quadratmetern in direkter Nachbarschaft der Kindertagesstätte "Bärenkinder". Sie soll einmal 50 Plätze für die Betreuung der Kleinsten bieten und somit auch die Situation im Kindergarten entspannen. Ziel ist, die Arbeiten bis zum Frühjahr abzuschließen.

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