Kreis und Kommunen fassen Millionen für Schulen ab

Mit einem bestätigten Investitionsplan kehrte gestern Landkreis-Beigeordneter Andreas Stark aus Dresden ins Erzgebirge zurück. Doch bis das Geld in die Bildungseinrichtungen fließen kann, ist noch einiges an Bürokratie zu stemmen.

Annaberg-Buchholz/Dresden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Landkreis-Beigeordneter Andreas Stark mit millionenschweren Investitionszusagen im Gepäck ins Erzgebirge zurückkommt. "Für Schulsanierung war es aber der bislang dickste Brocken", sagte er gestern nach Rückkehr aus Dresden. Dort war ihm der bestätigte Schulinvestitionsplan übergeben worden. Dem Kreis sowie den Städten und Gemeinden stehen damit insgesamt 14,3 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 10 Prozent der Summe hält der Freistaat noch zur späteren Verteilung in Reserve.

Laut Stark kommen 90 Prozent der Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds des Bundes, die restlichen 10 Prozent vom Land. In der Regel müssen die Kommunen für die Finanzierung von Projekten mindestens 25 Prozent Eigenmittel aufbringen. "Bei komplizierter Kassenlage auch weniger", so Stark. Dafür hatten Landkreis und Kommunen in Form einer Absichtsliste mehr als 70 Vorhaben eingereicht. "Alle sind jetzt bestätigt worden", so Stark.

Den dicksten Brocken der in den Erzgebirgskreis fließenden Fördermittel fasst das landkreiseigene Gymnasium in Zschopau ab. Der Erzgebirgskreis investiert dort seinen gesamten 5-Millionen-Euro-Anteil sowie das 10-prozentige Reservebudget für die brandschutztechnische Sanierung. "Die Konzentration auf ein Objekt macht schon rein abrechnungstechnisch Sinn", sagt Stark und verweist darauf, dass über weitere Programme auch in andere Lankreis-Schulen investiert wird.

Mit besonders hohen Fördermittelzuschüssen kann im Altkreis Annaberg die Oberschule Jöhstadt - Eliteschule des Sports - rechnen. Dort sollen für rund 900.000 Euro durch einen Anbau neue Räume für den WTH-Unterricht (Wirtschaft-Technik-Haushalt) geschaffen werden. Bei einer Fördersumme von 810.000 Euro muss die Stadt Jöhstadt nur 90.000 Euro Eigenmittel aufbringen. Den notwendigen Fördermittelantrag hat die Stadt bereits gestellt, so Bürgermeister Olaf Oettel. Neben der Schaffung neuer Räume ist auch ein Abriss eines maroden Anbaus geplant. Baustart könnte 2019 sein. Für die Stadt seien die Fördermittel ein riesen Glücksfall.

Doch ehe das Füllhorn ausgeschüttet wird, haben die meisten Kommunen und der Landkreis noch einiges zu tun. "Da sind etwa noch Kostenberechnungen durchzuführen und Architektenausschreibungen auf den Weg zu bringen", erläuterte Stark zum Kreis-Großprojekt in Zschopau. Bis spätestens Jahresende müssen die Fördermittelanträge unter Dach und Fach gebracht sein. Die einzelnen Maßnahmen sollen in mehreren Jahresscheiben abgearbeitet werden und bis zum Ende des Investitionsprogramms 2022 beendet sein. (mit aed)


Fördermittel für Region

Annaberg-B. GS "FriedrichFröbel": Heizung (30.000 €); GS "An der Riesenburg": Sanierung Klassenzimmer + Dach Turnhalle (304.530 €) Crottendorf Neue OS: Brandschutz/Heizung (40.125 €) Ehrenfriedersdorf OS "Schule des Friedens", GS "An den Greifensteinen": Erneuerung Sportanlage, Renovierung Flure und Zimmer (45.000+48.000 €) Elterlein GS: Trockenlegung + Außenanlagen (71.250€) Gelenau Pestalozzi GS: Teilsanierung Schul- und Hortgebäude (98.346 €) Geyer GS: Sanierung Heizung + Heizungskeller (95.000 €) Jöhstadt OS Eliteschule des Sports: Anbau f. WTH-Unterricht (810.000€) Mildenau GS Mildenau: Schallschutz (45.000 €) Scheibenberg Christian-Lehmann OS: Brandschutz (60.000 €) Schlettau GS: Sanierung Turnhalle (49.500 €) Sehmatal GS: Sanierung oberer Pausenhof Neudorf (95.500€) Wiesa GS: Brandschutz (90.000 €) Thum GS: Sanierung (95.000 €)

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