Künstler auf Mission touren durchs Erzgebirge

Eine Gruppe von Kunstschaffenden hat an zwei Tagen mehrere Städte erkundet. Das hat mit der Bewerbung von Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt 2025 zu tun.

Auf ihrer Tour durch das Erzgebirge haben zwölf Künstler an zwei Tagen mehrere Städte erkundet. So war die Gruppe am Mittwoch auch in Aue-Bad Schlema und in Schneeberg unterwegs. Diese Kommunen unterstützen die Bewerbung von Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt 2025. In Vorbereitung eines Kunstweges durch die Region sammelten die Künstler dafür viele Eindrücke. Während der Stippvisite gab es ein Wiedersehen am Siebenschlehener Pochwerk. Denn Bianka Voigt (links) ist nur wenige Meter von hier aufgewachsen. Heute ist sie Leiterin einer Galerie mit Standorten in Weimar und Berlin. Das Pochwerk wurde auf ihren Wunsch hin mit auf die Route gesetzt. Über die Bedeutung des historischen Gebäudes informierte der Pochwerk-steiger und ehemalige Museumsleiter Peter Günther (rechts) die Künstlergruppe.

Klöppeln im Schwimmbecken - Wo gibt's sowas schon? Am Mittwochvormittag klapperten die Klöppel im ehemaligen Annaberger Stadtbad. Manuela Fischer (vorne r.), die Leiterin der Klöppelschule, hat der internationalen Künstlerdelegation das traditionelle erzgebirgische Handwerk gezeigt. Sollte Chemnitz zur Kulturhauptstadt gekürt werden, soll es im Annaberger Stadtbad eine große Ausstellung mit Titel "dedicated to many hands" geben, zu Deutsch: "Vielen Händen gewidmet". Am Mittwoch fand Gökçen Dilek Acay (36) die ersten Versuche am Klöppelsack (l.) gar nicht so schwierig - die gebürtige Istanbulerin arbeitet als gestaltend Künstlerin gern mit textilen Materialien.

Die Künstlertour machte auch in Oelsnitz und zwar auf dem Gelände des ehemaligen Kaiserin-Augusta-Schachtes Station. In einer der Hallen sollen während eines Kulturhauptstadtjahres Werke der Foto-Künstlerin Anastasia Khoroshiova (Russland) ausgestellt werden. (tjm/sane/bjost)

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