Kunstkeller will Sammler-Stücke zeigen

Drei Ausstellungen soll es 2019 in der Annaberg-Buchholzer Einrichtung geben. Es geht unter anderem um sächsische Kunst von Leihgebern. Auch die Reihe "2 x 2" wird fortgesetzt.

Annaberg-Buchholz.

Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Dresdner Verein Kultur-Aktiv soll den Auftakt für das Ausstellungsjahr 2019 im Kunstkeller Annaberg bilden. Voraussichtlich ab März werden Arbeiten von russischen und deutschen Künstlern gezeigt, die sich dafür mit Werken des Dichters Johannes Bobrowski (1917 bis 1965) auseinandergesetzt haben. Entstanden sind auf diese Weise ganz verschiedene Bilder, Plakate und Fotografien. "Die Ausstellung ist bereits an mehreren Orten gezeigt worden. Im Frühjahr kommt sie zu uns", sagt Jörg Seifert, Leiter des Kunstkellers.

Das soll dazu beitragen, über den eigenen Tellerrand zu schauen - von jeher ein Anliegen des Vereins, der hinter der Einrichtung in Annaberg-Buchholz steht. Das wird auch ein Aspekt bei der zweiten Ausstellung des Jahres sein, die ab Juni als Teil der noch relativ neuen Reihe "2 x 2" vorgesehen ist. Unter dem Titel "Entdeckungen" sollen Arbeiten von zwei Künstlerinnen und zwei Künstlern im Mittelpunkt stehen. Das sind zum einen Sabine Sachs aus Annaberg-Buchholz sowie Angelika Zwarg aus Zschopau, die im vergangenen Jahr verstorben ist. Zum anderen werden Werke des Annaberg-Buchholzer Künstlers Jörn Michael sowie von Lothar Kittelmann aus Chemnitz zu sehen sein, der 2019 seinen 85. Geburtstag feiert. "Solch eine Ausstellung hat den Vorteil, dass Besucher vier ganz verschiedene Handschriften von Künstlern entdecken können", sagt Jörg Seifert. So sei etwa Lothar Kittelmann für sehr expressive Malerei und Holzschnitte bekannt, während Jörn Michael teilweise mit ganz feinen Punkten und Linien arbeitet.

Die dritte und letzte Ausstellung des Jahres wird sich ab dem Herbst dem Thema "Einblicke II - Sächsische Kunst aus Privatsammlungen quer durch Deutschland" widmen. Dazu inspiriert worden war der Verein Kunstkeller Annaberg, nachdem 2018 erstmals ein größerer Einblick anlässlich 10 Jahre Stiftung Seifert ermöglicht worden ist - innerhalb einer Ausstellung im Heinrich-Hartmann-Haus in Oelsnitz.

Der Kunstkeller indes wird 2019 auch andere Bereiche seiner Arbeit nicht aus den Augen verlieren. Dazu gehört das Herausgeben einer Grafikmappe, die an den 2018 verstorbenen Künstler Klaus Hirsch aus Lugau erinnert, der der Gemeinschaft freundschaftlich verbunden gewesen sei. Zudem sollen etwa Lesungen die Angebote im Kunstkeller ergänzen, der 2018 sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat. Die erste Ausstellung im Haus Wilischstraße 11 widmete sich 1998 dem 100. Geburtstag von Bertolt Brecht.

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