Landesausstellung Industriekultur: Annaberger Bergaltar wird Leitsymbol

Annaberg-Buchholz (dpa/sn) - Der fast 500 Jahre alte Bergaltar der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz wird Leitsymbol der Landesausstellung «Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen». Das von Hans Hesse (1470-1539) geschaffene Kunstwerk wird dafür von Videokünstlern in Szene gesetzt und dann im Eingangsbereich der Zentralausstellung gezeigt. «Der Annaberger Bergaltar ist eines der bedeutendsten Kunstwerke im Freistaat Sachsen und steht für dessen lange Geschichte der Industriekultur», sagte Kurator Thomas Spring am Mittwoch bei der Vorstellung des Projektes.

Die 4. Landesausstellung in Sachsen findet vom 25. April bis 1. November 2020 im «Jahr der Industriekultur» in der Region Südwestsachsen statt. Die zentrale Ausstellung ist im Audi-Bau in Zwickau zu sehen. Hinzu kommen sechs weitere Schauplätze: «AutoBoom» im August Horch Museum in Zwickau, «MaschinenBoom» im Industriemuseum Chemnitz, «EisenbahnBoom» in Chemnitz, «KohleBoom» im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, «TexilBoom» in Crimmitschau und «SilberBoom» in Freiberg.

Verantwortlich für das Videoprojekt sind sechs Leipziger Künstler unter der Leitung von Clemens von Wedemeyer. Die Arbeit sei als künstlerische Recherche angelegt, die den Bergbau von damals ins Heute übertrage, sagte er. Die Installation wird drei Meter hoch und acht Meter breit sein und auf fünf Leinwänden präsentiert.

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