Lilli auf großer Fahrt im neuen Familienbus

Auch dank der Unterstützung des Vereins "Leser helfen" konnte Familie Wetzel ein neues Auto kaufen. Die Drillinge kamen zu früh zur Welt. Zwei von ihnen leiden an den Folgen. Doch nun geht vieles ein bisschen leichter.

Schönfeld.

Im Haus der Familie Wetzel in Schönfeld herrscht Gewusel. Bei vier Mädchen im Alter von neun und zehn Jahren kommt vermutlich nie Langeweile auf. Erschwert wird der Alltag der Erzgebirger allerdings aufgrund der körperlichen Behinderungen zwei der Mädchen. Die 10-jährigen Drillinge Lilli, Hanna und Emma waren Frühchen. Bereits in der 30. Schwangerschaftswoche kamen sie zur Welt - jede von ihnen wog gerade einmal etwas mehr als ein Kilogramm.

Vor allem Lilli hat für den Rest ihres Lebens mit den Folgen zu kämpfen. Nur unter größter Anstrengung kann das Mädchen mit Vierpunktstützen gehen. Doch lange hält sie das in der Regel nicht durch. Sie ist auf den Rollstuhl angewiesen. Bereits zwei Operationen musste Lilli über sich ergehen lassen. Täglich stehen zudem Therapien auf dem Plan. Zwei mal pro Jahr fahren sie und ihre Schwester Emma - die wie Lilli unter Spastik, allerdings in geringerer Ausprägung, leidet - für mehrere Wochen in eine Spezialklinik. Neben Untersuchungen und Therapien werden auch die Orthesen angepasst.

Auch um diese weite Strecke in die bayrische Klinik zu absolvieren, ist die Großfamilie auf einen Kleintransporter angewiesen. Seit Kurzem hat die Familie nun einen neuen. "Davor haben wir Lilli immer in den alten Bus hineingehoben", sagt Ina Wetzel. Doch das wurde aufgrund der zunehmenden Größe immer schwieriger. Der Einbau einer Rampe hätte sich im alten Bus aber nicht mehr gelohnt und einen neuen konnten sich die Schönfelder nicht leisten. Also schrieben die Eltern Stefan und Ina Wetzel viele verschiedene Stiftungen an. Die Unterstützung kam prompt. Gleich mehrere Stiftungen und Vereine sicherten finanzielle Hilfe zu. Der Verein "Leser helfen" der "Freien Presse" steuerte knapp 10.000 Euro bei. Zudem erhielt die Familie für ihren alten Transporter noch 3500 Euro. Summa summarum kamen so rund 32.000 Euro für das behindertengerechte Fahrzeug zusammen. Obendrauf gab es vom Autohaus noch einen satten Rabatt . "Es ist wirklich eine große Erleichterung", sagen alle Familienmitglieder. Über eine Rampe kann Lilli jetzt selbst mit ihrem Rollstuhl in das Auto fahren und muss nicht immer gehoben werden.

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