Literatur: Preis erstmals vergeben

Autorin Judith Schalansky erhält Auszeichnung der Chemnitzer Lila Villa

Chemnitz.

Die Autorin Judith Schalansky erhält den ersten Irmtraud-Morgner-Literaturpreis, den das Chemnitzer Frauenzentrum Lila Villa vergibt. Das teilte die Einrichtung mit. Der Preis würdigt das Werk von Schriftstellern, die sich im Sinne Morgners mit Fragen des Zusammenlebens der Geschlechter und der Utopie eines menschenwürdigen Daseins auseinandersetzen. Seit 2002 widmet sich das Frauenzentrum der 1933 in Chemnitz geborenen und 1990 in Berlin verstorbenen Schriftstellerin Irmtraud Morgner. Jährliche Veranstaltungen erinnern an die Schriftstellerin, ihr Leben und ihr Werk.

Mit dem Preis würdigt die aus drei Literaturwissenschaftlern bestehende Jury das Wirken Schalanskys. Wie es heißt, kennen ihre Bücher die Gegenwart und lassen sich trotzdem die Hoffnung auf Zukunft nicht nehmen. Damit griffen sie das Erbe Irmtraud Morgners auf. Schalansky erhält den Preis auch als Buchmacherin im umfassenden Sinne, so das Frauenzentrum: als Gestalterin und Herausgeberin. Sie gibt die Reihe "Naturkunden" heraus, in der mittlerweile fast 50 Bände erschienen sind, die von der Natur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen berichten. Somit ist Judith Schalansky eine hoffnungsfrohe Kämpferin für das Medium Buch und für das Lesen als kulturelle Praxis. Judith Schalansky, Jahrgang 1980, geboren in Greifswald, lebt heute in Berlin. Die Preisverleihung findet am Freitag, 24. August, statt.

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