Maler findet Gefallen auch am Rätselhaften

Werke des Buchholzers Diethard Mey sind derzeit in Schloss Schlettau zu sehen. Inspiration hat sich der Künstler nicht nur beim Erzgebirgsmaler Carl-Heinz Westenburger geholt.

Buchholz/Schlettau.

Eine Ausstellung unter der Überschrift "Landschaft und Stillleben" ist derzeit in Schloss Schlettau zu besichtigen. Sie beinhaltet Werke des Buchholzers Diethard Mey. Freilich längst nicht die erste Schau des hiesigen Malers: Teile seines Schaffens waren etwa in Annaberg-Buchholz, Oberwiesenthal, Jöhstadt, Chemnitz sowie in Weiden/Oberpfalz zu sehen.

Den heute 70-Jährigen begleitet die Kunst seit vielen Jahrzehnten. Mit 16 Jahren unternahm er erste zeichnerische und malerische Versuche. Später ging Mey bei einem Großen der Zunft zur Schule: In den Jahren 1972 bis 1989 war er Mitglied im Mal- und Zeichenzirkel des Kulturhauses Erzhammer in Annaberg-Buchholz unter Leitung des Erzgebirgsmalers Carl-Heinz Westenburger. "Auch faszinierten und faszinieren ihn die Bilder seines künstlerischen Mentors immer wieder. Und so erkennt man in seinen eigenen Werken den Einfluss der Malschule Westenburgers sowie Einflüsse aus Ausstellungen der Moderne", heißt es vom Schlossförderverein. Besonders habe Diethard Mey der Besuch des Folkwang-Museums in Essen beeindruckt und ihn inspiriert. Nach eigenem Bekunden spielen für Mey Aussagen des österreichischen Lyrikers Rainer-Maria Rilke - "Bilder sollten Rätsel sein, umgeben, überschüttet und geschmückt von Liebe" - und des expressionistischen Malers Franz Marc - "Dinge werden umso stummer, je deutlicher wir ihnen den optischen Spiegel der Erscheinung vorhalten" - in seiner Malerei eine große Rolle. Entsprechend immense Erwartungen stellt der Buchholzer an sich. "Das Ergebnis meiner Bemühungen bleibt in der Regel weit hinter den Erwartungen zurück", erklärt der gelernte Werkzeugmacher, der heute Rentner ist.

Seine Werke in der Sonderausstellung können noch bis 11. Oktober dienstags bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden. Gleichzeitig ist in Schlettau die Ausstellung "Sachsen hebt seine Schätze", zu sehen, die einen Einblick gibt in die Geschichte des Bergbaus, in den sächsischen Untergrund und in das Thema Erdwärme. (urm)

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