Marodes Gebäude soll von Bildfläche verschwinden

Gemeinde Tannenberg möchte lange verwaistes Objekt erwerben

Tannenberg.

Der Schriftzug ist noch lesbar. "Bahn-Restaurant Obertannenberg" steht da in großen Lettern an der Fassade des Fachwerkgebäudes unmittelbar an der Geyerschen Straße in Tannenberg. In unmittelbarer Nähe befand sich einst ein Haltepunkt der Schmalspurbahn Schönfeld-Wiesa-Meinersdorf.

Heute ist das Haus ziemlich marode. Für Tannenbergs Bürgermeister Christoph Neubert ist das Objekt nicht mehr sanierungsfähig. Er sei vor etwa zwei Jahren das letzte Mal drin gewesen. "Da sieht es wesentlich schlimmer aus als von außen", sagte er zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Dementsprechend hat er Bedenken, dass irgendwann einmal Teile des Gebäudes auf die nahe Straße fallen könnten. Spätestens dann müsse die Gemeinde reagieren und eine Notsicherung vornehmen, denn einen Eigentümer im herkömmlichen Sinne gebe es schon lange nicht mehr. Das habe er nach einer rund zweijährigen Recherche in Erfahrung bringen können.

Der letzte im Grundbuch eingetragene Besitzer sei 1925 in die USA ausgewandert. Über die amerikanischen Botschaft habe Neubert herausgefunden, dass der Mann längst tot ist und keine Nachfahren hat. Somit sei das Haus in das Eigentum des Bundes gelangt. Ansprechpartner ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Mit ihr stehe Neubert in Kontakt. Diese Behörde wolle die noch eingetragenen Grundschulden löschen. "Anschließend wäre ich dafür, dass wir als Gemeinde das Gebäude zum Zweck des Abrisses kaufen", so der Bürgermeister.

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