Mildenau soll sich in Festinsel verwandeln

Die 750-Jahr-Feier des Dorfes im kommenden Jahr wird langfristig vorbereitet. Die Eckdaten stehen - nun braucht es viele fleißige Hände.

Mildenau.

Einen zündenden Spruch haben sich die Organisatoren schon einfallen lassen und dabei über die Dorfgrenzen hinaus gedacht. "Wir sind Mildenau", heißt es im kommenden Jahr während der Festwoche im Juli anlässlich des Jubiläums 750 Jahre Mildenau. Den Einwand, dass der Spruch auf arzgebargsch doch "Mir sei Milna" lauten müsste, lassen die Organisatoren nicht gelten: "Wir müssen auch an die Besucher denken, die von weiter herkommen. Und die reden vielleicht ka arzgebargsch!"

Das Dorf feiert im Juli "750 Jahre Mildenau" und ein Organisationsteam - in der Gemeinde kurz "Orgateam" genannt - zerbricht sich darüber seit einer ganzen Weile die Köpfe. "Seit zwei Jahren sind wir schon am Planen", sagt Michael Reinhold. Mittlerweile sei der Rahmen abgesteckt. "Jetzt brauchen wir viele, viele Freiwillige, die sich für das Fest einsetzen", wirbt er um weitere Unterstützung. Ein Fest für Mildenau soll es sein - "ein Fest für uns, bei dem wir möglichst viele Besucher begrüßen werden", wünscht sich Bürgermeister Andreas Mauersberger. Und das Interesse der Einheimischen ist durchaus jetzt schon groß. Mehr als 80 Einheimische waren in dieser Woche in die evangelisch-methodistische Kirche gekommen, um sich über den Stand der Vorbereitungen zu informieren. Dabei wurden auch die ersten Zettel verteilt, auf denen sich Freiwillige eintragen konnten, dazu ihren gewünschten Einsatzort und -tag.

Die Eckdaten stehen fest: Die Festwoche dauert vom 8. Juli bis zum 12. Juli 2020 "und die Mildenauer brauchen sich für diese Zeit nichts vorzunehmen - nicht einmal Urlaub", verweist Silvi Walther die "patriotische Pflicht" eines jeden Mildenauers. Und viele Leute werden wirklich dringend gebraucht: an den Zapfhähnen und an den Bars, an den Grills und als Bedienung im großen Festzelt, als Betreuer für die Ehrengäste sowie für die Musikerinnen und Musiker, als Mitglieder des "Besengeschwaders", das nach den großen Sausen das Festzelt wieder herrichtet für den nächsten Tag oder als "Truppenteile der rückwärtigen Dienste", welche die Gäste auf dem großen Parkplatz an der Kirche einweisen werden.

Damit aber auch außerhalb der Festwoche kein Termin vergessen wird, soll zum Mildenauer Weihnachtsmarkt am 30. November dieses Jahres ein Festkalender erscheinen und auch eine ausführliche Chronik zur Dorfgeschichte. Beides wird dann ab diesem Zeitpunkt auch erhältlich sein. "In dem Kalender sind alle Termine eingetragen, die im kommenden Jahr wichtig sind. Das Festjahr beginnt mit der Rassegeflügel- und Kaninchenausstellung am 17. Januar und endet am 31. Dezember mit dem Gottesdienst zum Silvesterabend", erläutert Michael Reinhold, dem allerdings kein Sterbenswörtchen über die schon gebuchten oder noch zu verpflichtenden Künstlerinnen und Künstler zu entlocken ist: "Ich sage nichts, denn es kann sich auch noch viel ändern."

35 sogenannte Festinseln soll es während der Festwoche entlang der Dorfstraße geben. Auf denen können unter anderem auch private Initiativen oder Vereine ihre ganz eigenen Höhepunkte setzen. Das große Ziel: Ganz Mildenau soll sich an diesen Julitagen in eine einzige große Festinsel verwandeln. Drei Shuttlebusse werden dann an den Festtagen die einzelnen Festinseln und den Parkplatz ansteuern.

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