Mildenau stellt Weichen für mehr Brandschutz

Alle fünf Jahre wird ein Bedarfsplan aufgestellt, der Technik, Infrastruktur und Personal untersucht. In Mildenau gibt es vieles, was gut läuft. An einigen Punkten muss aber auch reagiert werden.

Mildenau.

Das Jahr 2020 war für die Mildenauer Feuerwehren, zu denen die Ortswehren Mildenau und Arnsfeld sowie die Löschstaffel Obermildenau gehören, eher ruhig. Zumindest was die Anzahl der Einsätze betrifft. Wie Gemeindewehrleiter Michael Schreiter jüngst im Gemeinderat berichtete, wurden die Feuerwehrmänner und -frauen zu zwölf Einsätzen alarmiert. Neben technischen Hilfeleistungen und Bränden war auch ein Arbeitsunfall dabei. Ein Jahr zuvor waren es insgesamt 25 Einsätze gewesen.

Um aber für Künftiges gewappnet zu sein, ist bereits für dieses Jahr einiges vorgesehen. So sollen beispielsweise Wärmebildkameras angeschafft werden, erklärte Schreiter. Zudem wurden der Aufbau und die Einführung des Leitstellenverbundsystems vorangetrieben. In diesem Jahr soll das System bei den Ortswehren der Kommune eingeführt werden. Einen wichtigen Aspekt in der Ausrichtung des Brandschutzbedarfsplans stellt in Mildenau auch die Versorgung mit Löschwasser dar. In der Gemeinde gebe es einige kritische Stellen. Im Ortsteil Mildenau gebe es keine Probleme, so Michael Schreiter, dort sei unter anderem ein gutes Hydrantennetz vorhanden. In Arnsfeld ist die Situation eine andere. In der Analyse kam für diesen Ortsteil nur ein mangelhaft heraus. Mit Zisternen soll sich das bald ändern. Die erste soll noch in diesem Jahr gebaut werden, für eine zweite gebe es die Aussicht auf eine Förderung.

Und auch an den Gerätehäusern der Wehren gibt es laut Gemeindewehrleiter und Feuerwehrausschuss Handlungsbedarf. In Mildenau sei die Situation prinzipiell gut. Einziges Manko: die Umkleiden befinden sich in der Fahrzeughalle. Bei der Obermildenauer Löschstaffel gibt es dagegen einiges zu tun. Es mangelt an Parkplätzen, die Brandschützer müssen sich in der Fahrzeughalle umziehen, es gibt keinen Sanitärbereich und auch keine Heizung. In Arnsfeld sei es sehr eng, es ist nur ein Fahrzeugstellplatz vorhanden, die Sanitäranlagen seien unzureichend und auch an einer richtigen Umkleide fehlt es. Aus diesen Gründen stehen vor allem Arnsfeld und Obermildenau auf dem Plan für eine Erweiterung der Feuerwehrdepots. Und noch einen Wunsch haben die Feuerwehrleute: In Zukunft ist auch die Anschaffung von Gaswarngeräten vorgesehen. Der Brandschutzbedarfsplan wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

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