Ministerpräsident besucht Tagespflege in Mildenau

Michael Kretschmer nutzte das Kreisjubiläum, um die Region besser kennenzulernen. Ein Weg führte ihn in eine ehemalige Schule, in der nun Senioren betreut werden.

Mildenau.

Laut offiziellem Plan wollte der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer am vergangenen Wochenende eigentlich nur an den Veranstaltungen anlässlich zehn Jahre Erzgebirgskreis teilnehmen. Doch der 43-Jährige findet offenbar Gefallen an der Region, sodass er ein bisschen länger blieb. Am Sonntagvormittag besuchte er beispielsweise das Besucherbergwerk "Markus-Röhling-Stolln" in Frohnau. Danach ging es weiter nach Mildenau. Sein Parteifreund Sebastian Schreiter, der in der kleinen Kommune im Gemeinderat sitzt, hatte ihn eingeladen. "Beim Sommerfest der CDU in Moritzburg habe ich den Ministerpräsidenten getroffen", erzählt Schreiter. Bei dieser Gelegenheit erzählte er ihm gleich von seinem Projekt in dem Dorf. Vor einigen Jahren kaufte die Familie Schreiter die ehemalige Grundschule. In dem einst leer stehendem Gebäude entstanden eine kürzlich eröffnete Tagespflege, die von der WPA betrieben wird, sowie Wohnungen für Familien und Senioren.

Ein Vorzeigeprojekt, von dem auch der Ministerpräsident erfahren sollte. Und noch mehr. Zu dem Besuch waren auch Mildenauer Bürger eingeladen. Etwa 70 kamen, um Michael Kretschmer zu sehen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. "Es ging ganz locker zu", berichtet Sebastian Schreiter. Er führte Kretschmer durchs Haus, zeigte ihm die Wohnungen, die Tagespflege, die späteren Gewerberäume. Zudem entwickelte sich ein lockeres Gespräch mit den Gästen. Dabei sei auch die Sprache auf eine Förderung solcher Projekte gekommen, so Schreiter. Es sei schließlich wichtig, dass ältere Menschen bei Pflegebedürftigkeit nicht ihren Heimatort verlassen müssen.

Und wie war er nun so, der Ministerpräsident? "Sehr nett und locker", sagt Sebastian Schreiter. Auch wenn er kurz vor dessen Eintreffen doch etwa nervös war. Und die Politikerbesuche in Mildenau reißen nicht ab. Am 21. August wird Bundestagesabgeordneter Alexander Krauß ab 17 Uhr zum Grillen einladen. Dafür stellt Schreiter übrigens sein Grundstück zur Verfügung.

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