Missbrauch von Günthers Erbe verurteilt

Erzgebirgsverein weist Vorwürfe zurück

Annaberg-Buchholz.

Der Erzgebirgsverein weist Vorwürfe zurück, 2013 nicht entschieden genug gegen die Vereinnahmung von Anton Günther durch die NPD aufgetreten zu sein. Die rechtsextreme Partei hatte damals in der Öffentlichkeit auf Wahlplakaten mit Anton Günther und seinem Lied "Deitsch und frei" geworben.

Im Zusammenhang mit der jüngst erfolgten personellen Erweiterung des Kreis- und Finanzausschusses zugunsten der NPD hatte Erich Mehlhorn aus Zwönitz in einem Leserbrief sowohl den Linken als auch dem Erzgebirgsverein vorgeworfen, schon damals nicht energisch genug gegen die NPD aufgetreten zu sein. Daraufhin hat sich jetzt der Chef der Linksfraktion im Kreistag, Frank Dahms zu Wort gemeldet, der auch 1. Vorsitzender des Erzgebirgszweigvereins Annaberg-Buchholz ist. Er verwies auf ein Rundschreiben des Erzgebirgsvereins von vor sechs Jahren. Aus dem der "Freie Presse" vorliegenden Schreiben an die Medien geht hervor, dass sich Gabriele Lorenz, die Bundesvorsitzende des Erzgebirgsvereins, entsetzt und empört gegen die NPD- Wahlwerbung positioniert hatte: "Wir verurteilen alle Bestrebungen, das Text- und Liedgut Anton Günthers für politische Zwecke zu missbrauchen." Er könne sich nicht dagegen wehren, heißt es weiter. Und Gabriele Lorenz versicherte, dass der Erzgebirgsverein überall seine Stimme erheben werde, "wo Hass und Fremdenfeindlichkeit sich den Heimatbegriff und das Erbe von Anton Günther vereinnahmen wollen". (alu)

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