Mit lautem "Kikeriki" ins Jubiläumsjahr

Die Feierlichkeiten zu 750 Jahre Mildenau sind offiziell gestartet. Zwölf Monate lang dreht sich alles um das Fest. Selbst ein Lied gibt es. Komponiert hat es Bodo Fritz Müller. Es sei eine Liebeserklärung an seine Heimat.

Mildenau.

Nun ist es amtlich. Unter dem Motto "Wir sind Mildenau" hat die Party zum Jubiläum begonnen. Ein Jahr lang - Höhepunkt ist einer Festwoche im Juli - feiert das Dorf seine urkundliche Ersterwähnung vor 750 Jahren, ein Dreivierteljahrtausend, wie Mildenaus Bürgermeister Andreas Mauersberger am Freitag sagte. Der Startschuss fiel im Rahmen der ersten Veranstaltung im Veranstaltungsreigen. Und eine der ersten Veranstaltungen des Jahres ist traditionell die Ortsschau des Geflügel- und Kaninchenzüchtervereins. Zum 97. Mal findet diese bis Sonntag im Saal des Gasthofes statt. Mehr als 400 Tiere werden gezeigt. Da wurde der Bürgermeister bei seiner Eröffnungsrede lautstark von krähenden Hähnen unterstützt. Als dann noch Frank Hiemann, Vorsitzender des Geflügelvereins, das dreifache "Gut Zucht" ausrief, kannten die Tiere kein Halten mehr und stimmten mit ein. So muss ein Jubiläums-Dorffest eröffnet werden.

Mehr als 70 Veranstaltungen sind bis Dezember geplant. Darunter einige weitere Jubiläen wie 130 Jahre Feuerwehr Obermildenau und 35 Jahre Kita "Spatzennetz". Es gibt Ausstellungen, Sportveranstaltungen, das Rittergutfest, Quartalsläuten, den Mühlentag, ein Mildenauer Kneipenfest, bei dem ehemalige Gaststätten für einen Tag wieder öffnen. Und vom 8. bis 12. Juli steht die Festwoche an. Mit Tanz, Unterhaltung, Dutzenden Festinseln ... sollen Mildenauer und viele Besucher angelockt werden.

Und als wäre das noch nicht alles genug, gibt es sogar ein passendes Lied zum Jubiläum. Es heißt "In Mildenau". Geschrieben und komponiert hat es Bodo Fritz Müller. Entstanden ist es bereits vor einigen Jahren. Anlässlich des Festjahres wird es nun richtig bekannt. Bodo Fritz Müller, der auch unter Bike-Bodo bekannt ist, da er in Mildenau ein Fahrradgeschäft betreibt, liebt Musik. Der 60-Jährige spielt verschiedene Instrumente und produziert in seinem heimischen Studio regelmäßig Lieder, die er dann auf CDs presst und verkauft. Sein Markenzeichen ist die Mischung aus erzgebirgischer Mundart und flotten Melodien. Und wie kam es dazu, dass sein Mildenau-Lied quasi zu einer Art Jubiläums-Hymne wurde? "Die Gemeinde kam auf mich zu", so Bodo Fritz Müller. Er sagte sofort zu. In dem Lied nimmt der 60-Jährige den Zuhörer mit auf eine Reise durchs Dorf. "Es ist eine Liebeserklärung an meine Heimat." In dem Dorf fühle er sich richtig wohl, woanders leben, für Bodo Fritz Müller undenkbar.

Seit Jahrzehnten verarbeitet der Mildenauer seine Gedanken in Liedern. Sein erster Song sei während seiner Bausoldatenzeit entstanden. Eine Band hat er nicht, weshalb er auch nicht auftritt. Ihn mache es einfach Spaß, die Lieder zu schreiben und die Melodien zu entwickeln. Beides entstehe immer zusammen. Inzwischen hat er vier CDs aufgenommen. "Musik sollte ehrlich sein", so Bodo Fritz Müller. Mit seinen Liedern wolle er ausdrücken, was er fühle. Und wer weiß, vielleicht wird das Lied "In Mildenau" im Zuge des Festjahres auch mal live zu hören sein.

Die Vorbereitungen auf das Festjahr und vor allem die Festwoche laufen seit Jahren. Arbeitsgruppen haben sich gebildet, die sich um Finanzen, Festplatz, Veranstaltungen, Chronik, Werbung, Ordnung und Sicherheit kümmern. Um die Werbetrommel ordentlich zu rühren, gibt es einen Festkalender, T-Shirts, Aufkleber und vieles mehr. Bald soll auch auf einem Bus auf 750 Jahre Mildenau hingewiesen werden. Das Festjahr hat gerade erst begonnen.

Das Video zum Lied "In Mildenau":

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