Mit wenigen Klicks als Spender registrieren

Gesundheitsterminals werden im Kampf gegen Blutkrebs eingesetzt

Annaberg-Buchholz/Zschopau.

Nur zwei Minuten können ausreichen, um zum Lebensretter zu werden. Seit dieser Woche ist es möglich, sich an den zwölf Gesundheitsterminals im Erzgebirgskreis als Knochenmark- und Stammzellspender registrieren zu lassen - etwa in der Apotheke im Erzgebirgscenter in Annaberg-Buchholz und in Zschopau.

"Das geht ganz einfach über einen Touch-Bildschirm", sagt Antje Mauersberger und zeigt auf das Terminal, das seit einer Woche in der Markt-Apotheke Zschopau steht. Nur wenige Klicks seien für die Eingabe der Daten erforderlich, mit denen sich Personen zwischen 17 und 55 Jahren als potenzielle Spender für Blutkrebspatienten beim Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden (VKS) registrieren lassen können, so die Inhaberin der Apotheke weiter. Welcher Krankenkasse man angehöre, spiele keine Rolle. Die Übertragung der Daten erfolgt laut VKS über sichere Datenleitungen ohne Internet. Auf den Terminals werden keine Daten der Anwender gespeichert.

Im Zuge der sächsischen Digital-Initiative seien zwischen Bautzen und Plauen bisher 170 Gesundheitsterminals aufgestellt worden. Wie Anja Görs-Brettin von der Deutschen Gesellschaft für Infrastruktur und Versorgungsmanagement in Leipzig weiter erklärt, sollen die multifunktionalen Geräte an insgesamt 225 gesundheitsrelevanten Standorten und öffentlich zugänglichen Einrichtungen installiert werden.

Für Maria Freystein, Geschäftsstellenleiterin des Vereins für Knochenmark- und Stammzellenspenden, ist der neue Service "ein Meilenstein in der Stammzellenspendersuche". Jeder digitale Stützpunkt erweitere das Netzwerk an Lebensretterstationen und erhöhe somit die Überlebenschance für Leukämiepatienten. (mit urm)

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