Mit Wintereinbruch geht neue Heiztrasse in Betrieb

Der erste Bauabschnitt des Nahwärmenetzes im Annaberger Münzviertel ist abgeschlossen. Bislang sind dafür 347 Meter Netz verlegt worden. Im Endausbau sollen es fünf Mal soviel sein.

Annaberg-Buchholz.

Bürger, Gewerbe, Unternehmen - sie alle sollen profitieren vom neuen Nahwärmenetz im Münzviertel. Dessen erster Bauabschnitt ist gestern mit der Zuschaltung des ersten Blockheizkraftwerkes (BHKW) abgeschlossen worden. Bis 2022 soll jährlich ein weiteres BHKW hinzukommen, untergebracht im alten Annaberger Stadtbad. Das ist quasi die Zentrale, von der aus die Wärme verteilt wird. Das BHKW erzeugt 81 Kilowatt Wärme und 50 Kilowatt Strom, der ebenfalls eingespeist wird.

Das nötige Wärmenetz entsteht nach und nach in den nächsten Jahren. Bislang umfasst es gerade einmal 347 Meter. In der Endausbaustufe sollen es 1774 Meter sein, sagt Udo Moritz, Technischer Leiter der Stadtwerke. Das heißt: Dann kann jeder Hausbesitzer im Bereich von Benediktplatz, Johannisgasse, Museumsgasse, Buchholzer Straße, Frohnauer Gasse, Münzgasse, Klosterstraße und Korngasse einen Anschluss erhalten.

Die Vorteile dieser Variante im Vergleich zu einer eigenen Heizungsanlage seien vielfältig, schildert Moritz. Auf den Punkt gebracht, ließe sich damit viel Geld sparen. So sei zum Beispiel die Schornsteinsanierung nicht erforderlich, weil der Nutzer selbst kein Gas oder Öl mehr verbrennt.

Erster Abnehmer der Wärme des neuen Netzes ist das Stadtbad selbst. Demnächst soll dann die Baustelle der Firma Scharnagl an der Johannisgasse mit Bauwärme beliefert werden.

Angelegt ist das Nahwärmeprojekt bis 2036. Bis dahin sollen insgesamt 3,7 Millionen Euro verbaut sein. Davon kommen laut Moritz rund 20 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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