Moderne Busflotte ist nicht nur Sache der RVE

Die Regionalverkehr Erzgebirge GmbH arbeitet mit etwa 25 Subunternehmen zusammen. Und auch die investieren kräftig, um ihre Fahrzeuge auf dem neusten Stand zu halten.

Annaberg-Buchholz.

Erst vor wenigen Tagen hat die Regionalverkehr Erzgebirge GmbH ihre Fahrzeugflotte um Hybridfahrzeugen ergänzt. Wirtschaftlicher und ökologischer will das Unternehmen arbeiten. Das ist auch das Ziel des Verkehrsbildungszentrums Erzgebirge, das neben der Ausbildung von Lkw- und Busfahrern als Subunternehmen für die RVE tätig ist. Seit knapp drei Jahrzehnten, so erzählt es Geschäftsführer Rüdiger Herrl, fahren die Mitarbeiter des Annaberger Unternehmens die Erzgebirger von A nach B. Aktuell seien die Herrl-Busse auf zwei Linien in der Region unterwegs. Dabei ist der Betrieb nur eines von 25 Subunternehmen, die die RVE unter Vertrag hat. Laut RVE-Chef Roland Richter wurden sogenannte Verkehrsleistungsübertragungsverträge - kurz VLÜ - mit den Busunternehmen geschlossen. Die Vergabe der Verkehrsleistungen erfolge dabei nicht nach Linien. Vielmehr basiere die Einteilung auf Fahrzeugumläufen, in denen mehrere Linien enthalten sind, erläutert Roland Richter. Der Rückgriff auf Subunternehmer sei für die RVE wirtschaftlich sinnvoll. Standorte spielen dabei auch eine Rolle, so Richter. Das Leistungsvolumen der RVE-Partner an allen Leistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs im Erzgebirgskreis betrage 20 Prozent. Bei den Anforderungen an die Busse mache es kaum einen Unterschied, ob sie nun direkt von der RVE sind oder ob ein Subunternehmer wie die Firma Herrl unterwegs ist. "Neben der Betriebs- und Verkehrssicherheit haben die eingesetzten Fahrzeuge bezüglich Abgasemissionen, Fahrverhalten, Fahrsicherheit und Energieverbrauch dem Stand der Technik zum Zeitpunkt ihrer Erstzulassung zu entsprechen."

Die Firma Herrl hat nun einen etwa 20 Jahren alten Bus durch ein neues Modell ersetzt. Annähernd 280.000 Euro hat der Bus gekostet. 95.000 Euro Fördermittel erhielt das Unternehmen. Der Rest musste selbst gestemmt werden. Ein ziemlicher Kraftakt und nicht ganz risikofrei, wie Rüdiger Herrl zugibt. Immerhin sei das Geschäft härter geworden und als Auftragnehmer sei man auch in gewisser Weise abhängig. Dennoch ist sich Rüdiger Herrl sicher, dass sich die Investition gelohnt hat. Das Durchschnittsalter der im Linienverkehr eingesetzten Busse, bei Herrl sind es zwei, betrage nun zwei Jahre.


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