Müssen Kinder unbedingt aufessen?

Im Thumer Freizeit- und Familienzentrum treffen sich einmal im Monat Mütter und Väter zum Elterncafé. Diesmal stand gesunde Ernährung im Fokus. In der Diskussion zeigte sich auch, dass sich die Ansichten heute oft von früher unterscheiden.

Thum.

Rosenkohl - wohl kaum ein Lebensmittel wird hierzulande so oft als unzumutbare Kindheitserinnerung in Bezug auf Essen und vor allem essen müssen in Verbindung gebracht. Doch sollte man Kinder dennoch dazu bringen, ihren Teller, egal was darauf ist, leer zu futtern? Über diese und viele weitere Fragen haben sich in dieser Woche Mütter im Freizeit- und Familienzentrum Thum ausgetauscht.

Seit einem knappen Jahr findet immer am letzten Dienstag im Monat das sogenannte Eltern-Themen-Café statt. Neben dem gemeinsamen Spielen der Kinder steht dabei auch immer ein besonderes Thema im Fokus. Unterstützt werden die Mitarbeiterinnen der Thumer Einrichtung dabei von der Diakonie Marienberg. Seit Kurzem ist Grit Hoersen für das Familienzentrum zuständig. Sie ist für die Familienbildung bei der Diakonie verantwortlich und gibt ihr Wissen nun auch regelmäßig in Thum weiter.


Um über das Thema Ernährung ins Gespräch zu kommen, hatte Hoersen verschiedene Aussagen mitgebracht, die zur Diskussion einluden. Sollte ein Kind seinen Teller zum Beispiel immer leer essen? Muss ein Junge oder Mädchen unbedingt alles zumindest einmal probieren? Sollte für das Kind eine Extrawurst gebraten werden? Die anwesenden Muttis waren sich in vielen Punkten einig. Es sei in Ordnung, wenn ein Kind bestimmte Lebensmittel zunächst verschmäht. Auch wenn Weißbrot eine Zeit lang das Größte und einzige zu sein scheint, was wirklich schmeckt, sei das kein Grund zum Verzweifeln. Irgendwann werde der Speiseplan schon abwechslungsreicher. Auch wenn ein Essen mal ganz verschmäht wird, sei das nicht schlimm. "Wir entscheiden doch auch selbst, wann wir essen", so eine der Mütter. Dass ein Teller immer bis zum letzten Stückchen Möhre alle sein muss, sei überholt. Das sehen Eltern heutzutage gelassener. Doch wie bringt man die Jüngsten dazu, Obst und Gemüse zu essen? Da hatte Grit Hoersen einen Tipp. Paprika in Form eines Zuges, Obstsalat im Melonenschalenkörbchen oder ein Obstpfau. Mit ein paar kulinarischen Tricks, klappe es bestimmt.

Das nächste Eltern-Themen-Café im Thumer Freizeit- und Familienzentrum im Volkshaus findet am 30. Juli statt. Von 9 bis 11 Uhr geht es um "Spaß an Bewegung". Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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