Musical lockt noch mehr Prominenz

Chris Doerk hat den "Heißen Sommer" auf der Freilichtbühne an den Greifensteinen schon gesehen. Gestern war Thomas Natschinski zu Gast - und begeistert.

Ehrenfriedersdorf.

Das Musical "Heißer Sommer" ist ein Publikumsmagnet in der diesjährigen Festspielsaison auf der Freilichtbühne an den Greifensteinen. Eine Faszination - ähnlich groß wie die des gleichnamigen Films, der vor 50 Jahren in die Kinos der damaligen DDR gekommen war und längst Kultstatus genießt. "Manche Dinge gehen nicht kaputt", kommentiert Thomas Natschinski dieses Phänomen. Er hatte damals mit seinem Vater die Musik zu dem Film geschrieben. Gestern hat er sich die Musical-Inszenierung des Eduard-von-Winterstein-Theaters angesehen.

Und der erfolgreiche Komponist - der neben bekannten Liedern wie "Berührung" für Gaby Rückert oder "Clown sein" für Jürgen Walter beispielsweise auch die Musik zur erfolgreichen Serie "Spuk unterm Riesenrad" geschrieben hat - zeigte sich sichtlich begeistert. "Der Witz und die Spielfreude, mit der alle Darsteller dabei sind, haben mir sehr gefallen", fand er nach der Vorstellung anerkennende Worte und sprach von einer "so lebendigen" und "völlig unverkrampften" Aufführung. Nach der Premiere in Rostock und einer zweiten Aufführung in Berlin ist es erst die insgesamt dritte des Musicals, das Axel Poike im Jahr 2003 geschrieben hat. Er ist es auch, der bei der Annaberger Inszenierung Regie führt. Und er ist überzeugt, dass die große Popularität des Filmes vor allem auf die Musik zurückzuführen ist. Und so berührt es auch Thomas Natschinski immer wieder aufs Neue, wenn er miterlebt, dass die Lieder auch nach 50 Jahren immer noch mitgesungen werden - "dass die Lieder bleiben". So, wie eben die legendäre "Mocca-Milch-Eisbar" beispielsweise, die das Ensemble an diesem Abend spontan mit in die Inszenierung eingearbeitet hat.

Selbst ist er gegenwärtig zusammen mit seiner Frau Christine Dähn, der einstigen Starmoderatorin des legendären Jugendradios DT 64, mit einer Konzertlesung zum Film "Heißer Sommer" im Land unterwegs. Das Filmmuseum hatte anlässlich des 50. Geburtstages des einstigen Defa-Klassikers mit Chris Doerk und Frank Schöbel in den Hauptrollen angefragt. Aus einer Lesung sind mittlerweile viele geworden. Und nächstes Jahr soll es damit weitergehen. Vielleicht kommen die beiden dann auch noch einmal ins Erzgebirge. Denn in Till Schwabes Tanzbar in Annaberg-Buchholz gehören sie mit ihren musikalischen Lesungen längst zu Stammgästen des Hauses. Und dann gibt es ja auch noch die aktuelle CD "5 0 1", das neue Hörbuch "Der Pianist und die Autorin" und schon wieder Ideen für eine neue CD.

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