Neue Idee für alten Gewerbestandort

Eine Untersuchung soll zeigen, ob ein Gelände an der Oberwiesenthaler Straße in Crottendorf wieder belebt werden kann. Für die Gemeinde wäre das ein Glücksfall.

Crottendorf.

Ein alter Gewerbekomplex in Crottendorf soll langfristig eventuell wiederbelebt werden. Mit Zustimmung des Gemeinderats wird ein Gutachten klären, ob und wie das Gelände an der Oberwiesenthaler Straße erneut in größerem Umfang als Gewerbestandort nutzbar gemacht werden kann. Ein solcher sei es bereits seit 1920 gewesen, erklärte Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos). So lange reichte die Geschichte der einstigen Crottendorfer Metallwarenfabrik zurück, die dort angesiedelt war und vor einigen Jahren Insolvenz anmelden musste.

"Es ist zurzeit schwierig für uns, interessierten Unternehmen kurzfristig Flächen im Ort anzubieten", sagte Martin. Daher wäre die Entwicklung des Areals etwa als Gewerbepark für kleinere Unternehmen oder als Fläche für eine größere Firma eine Variante. Allerdings ist noch offen, ob das machbar ist. Das soll die nun bewilligte Studie untersuchen, bei der es etwa Kaufmöglichkeiten von Grundstücken zu klären gilt. Denn Letztere sind in unterschiedlicher Hand. Auch eine Vermessung soll erfolgen, ebenso eine Baugrunduntersuchung Bestandteil der Analyse sein. Man müsse zudem das Thema Altlasten betrachten. Der Gemeinderat befürwortete die Auftragsvergabe für die Beratungsleistung einstimmig, unter der Bedingung, dass Fördergeld dafür bewilligt wird und es ein belastbares Kaufangebot für die Hauptfläche gibt. Es wurde für die Studie das wirtschaftlichste von drei Angeboten gewählt - in Höhe von rund 45.800 Euro. Gibt es die geplanten Zuschüsse, liegt der Gemeindeanteil bei etwa 11.500 Euro.

Die Idee, den alten Gewerbestandort wiederzubeleben, kam im Rat gut an. Das sei immer besser, als neue Areale zu erschließen und dafür etwa Ackerflächen zu verschleißen, sagte Jürgen Burkert (CDU). "Alte Standorte zu sanieren, das geht stets vor neuem Flächenverbrauch", so Burkert weiter. Zudem könnte damit ein Schandfleck weichen. Ein weiterer Vorteil aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden Jörg Lötzsch wäre, dass die Oberwiesenthaler Straße vor einigen Jahren grundhaft ausgebaut worden ist.

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