Neue Sporthalle in Geyer soll Ende 2020 fertig sein

Die reine Spielfläche ist auf eine Größe von 660 Quadratmeter festgelegt worden. Die Fußballer hätten gern mehr gehabt. Doch das ist eine Frage des Geldes.

Geyer.

Um die Finanzen ist es in den vergangenen Jahren in Geyer nicht gut bestellt gewesen. Forderungen zur Rückzahlung von Fördermitteln ließen den Schuldenberg schnell wachsen. Doch die Stadt hat sich dagegen gestemmt, sukzessive getilgt, sodass inzwischen auch wieder richtige Investitionen möglich sind. Eine solche soll die neue Sporthalle an der Schule werden - inklusive Sanierung Schulhof und Gestaltung Außensportgelände. Die dafür grob geschätzten Kosten beziffert Bürgermeister Harald Wendler (Die Linke) mit rund 2,4 Millionen Euro. "Schon eine Hausnummer", sagt er.

Der Löwenanteil davon - zirka zwei Millionen Euro - entfielen allein auf die Sporthalle. Deren reine Spielfläche soll eine Größe von 660 Quadratmetern haben. Das ist mehr als die doppelte Größe der Spielfläche, die in der Turnhalle an der Zwönitzer Straße zur Verfügung steht. Sie wird momentan überwiegend für den Schul- aber auch Vereinssport genutzt, weil die aktuelle Schulturnhalle nicht mehr für Ballsportarten zugelassen ist.

Apropos Ballsportarten. Im Vorhinein der jüngsten Stadtratssitzung hat sich die Verwaltung etwa mit den Handballern und Fußballern zusammengesetzt. In diesen Gesprächen ging es unter anderem um die Größe des reinen Spielfeldes. Dabei hätten sich gerade die Fußballer durchaus ein Areal von 20 mal 40 Metern gewünscht. "Dazu geisterten Mehrkosten von bis zu 500.000 Euro im Raum", so Wendler. Das sei finanziell aber nicht machbar. Schon die vergangenen Dienstag vom Stadtrat verabschiedeten 660 Quadratmeter lägen mit gut 50 Quadratmetern über den Vorgaben der Sportstättenbilanz für Geyer, die im vergangenen Jahr erstellt worden war. "Das bedeutet, dass wir nur die darin vorgegebenen 603 Quadratmeter mit den üblichen 50 Prozent gefördert bekommen. Alles darüber hinaus müssen wir zu hundert Prozent selbst bezahlen", so Wendler.

Aus diesem Grund betonte etwa Rat Uwe Langer (Die Linke), dass die neue Turnhalle eigentlich vorrangig für den Schulsport gebaut werden soll und nicht für Fußballturniere, die irgendwann mal stattfinden. "Wir wollen als Stadt auch noch andere Großprojekte stemmen wie etwa Straßenbau", so Uwe Langer. Zudem würden die Vereine entsprechend mehr zur Kasse gebeten, wenn die Halle noch größer werde, da damit auch die Betriebskosten steigen. Das müsse man in der Diskussion auch mit bedenken.

Die weitere Zeitschiene sieht als nächstes den Architektenwettbewerb vor. Daran sollen sich nach Auffassung der Stadt zehn Büros beteiligen können. Drei Planer seien gesetzt, sieben weitere kommen aus den insgesamt 22 Bewerbungen dazu. Ziel der Stadt ist es, dass bis Sommer das Projekt, das dann umgesetzt wird, steht. Bauliche Aktivitäten werden allerdings erst im kommenden Jahr starten. Begonnen werden soll mit dem Schulhof und dem Außengelände. Ein Jahr später ist dann der Baubeginn für die eigentliche Sporthalle vorgesehen. Deren Fertigstellung ist laut Wendler spätestens Ende 2020 geplant.

Finanziell habe sich die Stadt Geyer in den vergangenen Jahren wieder so stabilisiert, dass die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2016 nur noch rund 690 Euro betragen habe. Absolut bedeutet das zirka 2,5 Millionen Euro Schulden. Bis zum 31. Dezember will Wendler die Summe noch weiter nach unten fahren. "Ich gehe davon aus, dass wir zum Jahresende bei 1,4 Millionen liegen."

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