Neue Technik für Freizeitbad erzeugt Strom und Wärme

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Erstes von zwei Blockheizkraftwerken geht Mitte Februar in Betrieb

Geyer.

Ein neues Blockheizkraftwerk soll am 15. Februar im Freizeitbad Greifensteine bei Geyer in Betrieb genommen werden. Darüber informieren die Stadtwerke Annaberg-Buchholz, denen die technische Betriebsführung der Einrichtung obliegt. Wie es weiter heißt, wird 2022 eine weitere solche Anlage für das Bad folgen. Auch dies geschieht im Auftrag der Betreibergesellschaft. Das erste neue Blockheizkraftwerk für das Freizeitbad wurde Anfang Februar geliefert. Solche Anlagen dienen zur Erzeugung von Strom und Wärme.

"Für uns ist das neue BHKW ein echter Mehrwert. Künftig werden unsere Betriebskosten mit der neuen Anlage deutlich gesenkt", erklärt Markus Kothe, Geschäftsführer der Freizeitbad An der Silberstraße GmbH. Betreiber von solchen Anlagen würden nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz zeitlich befristete Zuschläge erhalten. "Insgesamt wird damit unser Bäderbetrieb wirtschaftlicher", so Kothe. Und weiter: "Zwar haben wir aktuell aufgrund von Corona noch geschlossen, dennoch nutzen wir diese Zeit, um wichtige Investitionen auf den Weg zu bringen."

Bereits im Herbst 2020 wurde seitens der Stadtwerke Annaberg-Buchholz die Medienanbindung der neuen BHKW-Anlage vorbereitet. Zudem sei das Baufeld für eine geplante Modernisierung, die vor allem das Außengelände der Einrichtung betrifft, frei gemacht worden. Bis Ende 2022 sollen etwa neue Becken und Rutschen am Freizeitbad Greifensteine entstehen. Es ist geplant, rund 7 Millionen Euro zu investieren, wovon das Land Sachsen 80 Prozent als Fördergeld bereitstellen wird.

Was die neuen Blockheizkraftwerke betrifft, so würden diese einerseits helfen, Energiekosten zu senken. Andererseits werde damit der Betrieb des Bades auf festere Füße gestellt. "Die dezentrale Energieerzeugung in Blockheizkraftwerken ist eine der wirtschaftlichsten Möglichkeiten, um Wärme und Strom gleichzeitig zu produzieren", erklärt Sascha Simm, Fachbereichsleiter Wärme/Erzeugung bei den Stadtwerken. Nicht benötigter Strom könne ins öffentliche Netz eingespeist werden. Betreiber eines BHKWs seien bei Stromausfällen in der Lage, ihre Anlage als Inselnetz zu betreiben und sich somit in diesen Zeiten autark zu versorgen. (aho)

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