Neue Vorsitzende des Scheibenberger Faschingsvereins: Start in Ausnahmelage

Aline May ist die neue Vorsitzende des Faschingsvereins Scheibenberg. Ihre erste Saison in dieser Funktion wird sie wohl nie vergessen. Zwar ist an Training nicht zu denken. Doch einander verbunden bleiben Mitglieder und Fans.

Scheibenberg.

Sie ist von klein auf ein Kind des Karnevals. Bereits mit sechs Jahren tanzte Aline May in der Garde des Elterleiner Carnevalvereins. Seit dem Jahr 2012 gehört sie in ihrer neuen Heimatstadt Scheibenberg dem örtlichen Faschingsverein an. Die neue Saison sollte für die 33-Jährige eine besondere werden: Seit diesem Jahr ist sie die Präsidentin der närrischen Gemeinschaft, nachdem Karin Maier dieses Amt nach 25 Jahren abgegeben hatte. Doch statt gemeinsamem Training und der Vorbereitung der tollen Tage im Februar heißt es nun, andere Möglichkeiten zu finden, um den Zusammenhalt zu stärken.

Dafür diente im November das soziale Netzwerk Facebook, um anstelle der coronabedingt ausgefallenen Auftaktveranstaltung durch eine Foto-Aktion Verbundenheit zu zeigen. "Allein macht Fasching keinen Spaß" heißt es unter den Bildern oder "Ohne Tanz ist alles doof" oder "Alleine ist sogar Verkleiden doof". Dass das momentan nicht anders geht, ist allen klar. Doch die Gemeinschaft, die sonst 45 Mitglieder und weitere 30 Kinder verbindet, fehle natürlich. Das soll auch zum Ausdruck gebracht werden.

"Eigentlich hätten wir im September wieder mit dem Training angefangen. Aber es war dann schon absehbar, dass das nicht gehen wird", sagt Aline May. Daher ruht das gemeinsame Proben seit Monaten. Das betrifft drei Garden - die Funkenmariechen ab drei Jahren, die Jugend in der Funkengarde sowie die Frauen und Männer der Prinzengarde. "Das alles fehlt uns natürlich sehr", sagt die Scheibenbergerin. Mit einigen digitalen Aktionen bleiben die Mitglieder und die Fans des Scheibenberger Faschingsvereins aber verbunden. Der Start in die neue Saison am 11. 11. fand in ganz kleiner Form statt - mit einer Übergabe des Rathausschlüssels auf anderem Weg. Bürgermeister Michael Staib ließ ihn aus einem Fenster des Rathauses zu wenigen Vertretern des Vereins hinab.

Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens ist nicht denkbar, dass es im Februar irgendwelche Faschingsveranstaltungen geben kann. Endgültig darüber entscheiden wollen die Scheibenberger Ende Dezember. Eigentlich bereiten sie pro Saison vier große Veranstaltungen vor: Neben dem Auftakt im November sind das eine große Sause am Faschingswochenende sowie der Senioren- und Behindertenfasching und der Kinderfasching am Rosenmontag. Alle Beteiligten hoffen nun, dass das spätestens 2022 wieder möglich ist.

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