Neue Wetterstationen sollen Winterdienst effizienter machen

An verschiedenen Straßen im Erzgebirge werden künftig Daten erfasst und an Straßenmeistereien weitergegeben. Solche Anlagen sind etwa in Geyer und Hammerunterwiesenthal geplant. Es geht auch um frühzeitiges Handeln.

Geyer.

Eine Straßenwetterstation in Geyer soll künftig Daten wie Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Temperatur der Fahrbahnoberfläche oder Niederschlagsart und -intensität erfassen. Sie wird als eine von mehreren im Erzgebirge errichtet. Das geschieht im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), wie Sprecher Franz Grossmann bestätigt. Die Anlagen sollen etwa dabei helfen, die Effizienz des Winterdienstes zu steigern. Durch Kameratechnik und Sensorik werden Straßenwetterdaten erfasst und an die Straßenmeistereien weitergegeben.

Neben Daten zum Wetter geht es auch um solche zum Fahrbahnzustand sowie um Verkehrsdaten, heißt es aus dem Landesamt. Franz Grossmann: "Der Zugriff soll über eine Weboberfläche bereitgestellt werden, auf die in ganz Sachsen Meisterei- und Landkreis-übergreifend zugegriffen werden kann. Damit ist gewährleistet, dass auch aufziehende Wetterlagen bereits frühzeitig erkannt werden und entsprechend vorsorglich die Einsatzplanung erfolgen kann." Zudem sei die Weitergabe von relevanten Informationen an den Deutschen Wetterdienst geplant. Daten zur Verkehrsdichte auf den jeweiligen Strecken würden hingegen nicht erhoben.

In Geyer soll die Straßenwetterstation an der Zwönitzer Straße nahe dem Ortsausgang in Richtung Zwönitz errichtet werden. Der Stadtrat hat das in seiner jüngsten Sitzung befürwortet. Geplant ist, die Anlage bis Mitte November in Betrieb zu nehmen. Parallel dazu sind als weitere Standorte im Erzgebirge die B 174 bei Lauta, die B 174 bei Gelobtland, die B 95 in Hammerunterwiesenthal, die S 207 in Neuhausen und die S 272 in Johanngeorgenstadt vorgesehen. Bislang existieren sechs Straßenwetterstationen im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge. In die Erhaltung und in den Neubau von insgesamt 14 solchen Anlagen sowie eine Anwenderoberfläche zur Visualisierung der Wetterdaten will der Freistaat etwa 630.000 Euro investieren. Sie seien Bausteine für Telematikdienste auf Sachsens Bundes- und Staatsstraßen, die das zuständige Landesamt aktuell einführe.

Erfasste Verkehrsdaten der Straßenwetterstationen werden daher auch an die im Aufbau befindliche Verkehrszentrale im Lasuv weitergegeben. "Um eine einheitliche technische Ausstattung zu gewährleisten, wird durch das Landesamt eine zentrale Beschaffung der Straßenwetterstationen angestrebt", so Sprecher Franz Grossmann.

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