Neueinsteiger setzen sich gleich durch

Mit großen Interesse haben Oberwiesenthaler die erste Sitzung ihres neuen Stadtrates verfolgt - obwohl es dort erstmal viele Formalitäten gab.

Oberwiesenthal.

Mit neun Kandidatinnen und Kandidaten waren die kommunalpolitischen Neueinsteiger des Bürgerbündnisses für Wiesenthal Einz zur Kommunalwahl im Mai angetreten und konnten auf Anhieb sechs Sitze im Stadtrat erobern. Damit haben sie das bisherige Kräfteverhältnis ordentlich durcheinander gewirbelt. War bisher die FDP gemeinsam mit den Bürgern für Wiesenthal die stärkste Fraktion, kommen die Liberalen nunmehr nur noch auf drei Sitze. Die beiden Vertreter der Wählervereinigung Bürger für Wiesenthal sind unterdessen mit zu Einz gewechselt.

Und deren Mitglieder konnten auch in der ersten Sitzung des Gremiums gleich punkten: Jens Benedikt wurde mehrheitlich zum ersten Stellvertreter von Bürgermeister Mirko Ernst (FDP) gewählt. Er konnte sich damit erfolgreich gegen Karl-Ludwig Taulin von der FDP durchsetzen. Und auch der zweite Stellvertreter ist ein Neuling im Rat: Erik Schule von der CDU. Er konnte sich mit deutlicher Mehrheit gegen Heiko Fischer von den Liberalen durchsetzen. Nach der Besetzung der Ausschüsse - im Kurort arbeiten ein Verwaltungs-, ein Technischer sowie ein Tourismus- und Sportausschuss - sowie der Berufung der Verbandsräte für den Abwasserzweckverband Oberes Pöhlbachtal gab es noch eine besondere Formalität zu klären: Toralf Kirsten wurde als erneuter Ortschaftsratsvorsteher von Hammerunterwiesenthal feierlich zum Ehrenbeamten auf Zeit ernannt.

Gleich im Anschluss an alle notwendigen Formalien standen die erste Sachthemen auf der Tagesordnung. Unter anderem ging es um die Lieferung von zusätzlicher Beschneiungstechnik im Schanzenbereich zur Vorbereitung der Junioren-Weltmeisterschaft Ski Nordisch Anfang des nächsten Jahres. Der Auftrag wurde mehrheitlich an die Firma Techno Alpin vergeben, die ihren Sitz in Bozen in Südtirol hat und als Weltmarktführer in der Beschneiungsanlagenproduktion gilt. Der notwendige finanzielle Aufwand dafür beläuft sich auf annähernd 80.000 Euro. Im Zusammenhang mit dem sportlichen Großereignis wurde aus den Reihen der Einz-Fraktion eine Einwohnerversammlung angeregt, um eine möglichst breite Information der Öffentlichkeit zu erreichen.

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