Neuer Manager für die Dorfentwicklung

Christian Melzer hat sich eingearbeitet in der Gemeindeverwaltung in Sehmatal: Seit Beginn des Jahres zeichnet er für die Umsetzung der beiden wichtigsten Pläne im Ort verantwortlich - "ein ganz weites Feld".

Sehmatal.

Es sind die beiden wichtigsten Handlungskonzepte für die nächsten Jahre in der Gemeinde Sehmatal: das Dorfentwicklungs- und das Tourismuskonzept. Dafür hat in der Gemeindeverwaltung zum Jahreswechsel Christian Melzer offiziell den Staffelstab von Katja Steigerwald übernommen. Bisher als Bauleiter in verschiedenen Firma tätig, hat es den jungen Mann nun wieder in die Heimat gezogen - nach Sehma. Zunächst für drei Jahre - so lange wird seine Managerstelle mit Fördermitteln finanziell bezuschusst - wird er sich nun um kleine und große Entwicklungsprojekte im Ort kümmern.

Zweifellos zu den großen Kalibern gehört dabei das komplexe touristische Wegeleitsystem. Als eine Schlüsselmaßnahme des touristischen Entwicklungskonzeptes soll es in diesem und im nächsten Jahr im gesamten Gemeindegebiet installiert werden. Dafür sind in diesem Jahr Kosten von knapp 175.000 Euro im Entwurf des Haushaltsplanes vorgesehen, für das nächste Jahr dann noch einmal 94.000 Euro. Für das Vorhaben erhält Sehmatal Fördermittel in Höhe von reichlich 217.000 Euro. Den entsprechenden Bescheid hat die Gemeinde Ende Januar erhalten. Für das Geld sollen Willkommensschilder, kleine und große Informationstafeln, innerörtliche Wegweiser sowie Ortsspaziergangstafeln aufgestellt werden. "Für die Arbeiten werden derzeit die Ausschreibungen vorbereitet", erläutert Christian Melzer. Dazu liefen die letzten Detailabsprachen - zum Beispiel zu den Standorten. Statt rustikalem Holz werde dabei Metall zum Einsatz kommen. Insgesamt soll die Gestaltung schlicht, aber modern gehalten werden.

Ein weiteres Großprojekt, das im vorigen Jahren bereits begonnen wurde und für das allein in diesem Jahr 661.500 Euro vorgesehen sind: die Neugestaltung des Kinderbereiches im Freibad in Sehma. Die neue Badelandschaft für die jungen Gäste muss dabei unter anderem eine separate Wasseraufbereitungsanlage erhalten. Auch bei diesem Bauprojekt erhält die Gemeinde finanzielle Hilfe. Fast 540.000 Euro fließen in Form von Fördermitteln beziehungsweise der Pauschalzuweisung durch den Freistaat Sachsen. Nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich ein ehrgeiziges Projekt: "Bis zum Start in die Badesaison in diesem Jahr soll alles fertig sein", hofft Bürgermeister Andreas Schmiedel (Freie Wähler Bürgerforum).

Längst aber nicht die einzigen Maßnahmen, mit denen der Ort attraktiver und fit für die Zukunft gemacht werden soll: Dazu gehört beispielsweise die Sanierung des Süß-Dr.-Teiches und die Neugestaltung des umliegenden Geländes im Ortskern von Sehma - einschließlich der Anbindung des Joachimsthaler Steiges als Fuß- und Radweg. Diese Maßnahme ist fast abgeschlossen, lediglich die Streuobstwiese fehlt noch. Sie soll an der Stelle entstehen, wo einst Bauabfall gelagert wurde. Und es geht nahtlos weiter: unter anderem mit der Revitalisierung des Grundstückes an der Dorfstraße in Cranzahl, das zu einem kleinen Dorfplatz gestaltet wird oder auch dem Straßenbau in Sehma. "Viel mehr war und ist nicht möglich", macht der Bürgermeister deutlich. Allein in den zurückliegenden fünf Jahren seien 27 große Maßnahmen realisiert worden. Dafür konnten zwar verschiedene Förderprogramme genutzt werden. Laut Bürgermeister wurden allein rund zehn Millionen Euro an Fördermitteln verarbeitet. Doch für alles brauche es auch die nötigen Eigenmittel seitens der Kommune, und die nötige "Manpower".


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