Neuer Platz im Stadtzentrum: Geyer ändert Details bei Konzept

Anstelle des "Bayrischen Hofes" soll eine Fläche zum Erholen entstehen. Über ihr Aussehen ist viel diskutiert worden. Nun steht die endgültige Planung fest - mit Neuerungen. Und das nicht nur beim Standort der Pyramide.

Geyer.

Der Anblick am Altmarkt von Geyer ist noch ungewohnt. Statt auf den "Bayrischen Hof" zu schauen, der dort gut 150 Jahre lang stand, bestimmt nun eine große freie Fläche das Bild. Noch wird es von Restarbeiten nach dem Abriss des Gebäudes geprägt. Doch das soll sich ändern. Der Stadtrat hat am Dienstag die letzten offenen Fragen für die Neugestaltung des Platzes geklärt, der mit viel Grün und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen einladen soll. Er wird auch der Standort für die neue Pyramide sein, die der Schnitz- und Krippenverein Geyer voraussichtlich 2019 gestalten will. Wo sie genau hinkommt, darüber und über andere Details wurde in den vergangenen Monaten viel diskutiert. Nun steht der Plan mit einem Beschluss vom Dienstag fest.

Gerade bei der Pyramide wird dabei vom ursprünglichen Konzept abgewichen. Sollte sie eigentlich im hinteren Bereich des neuen Platzes stehen, rückt sie nach vorn und wird damit vom Altmarkt aus besser zu sehen sein. Änderungen gibt es auch bei weiteren Punkten. So werden zwei gepflasterte Rondelle kleiner ausfallen als zunächst von der beauftragten Planerin entworfen. Auf den Flächen sollen später Kinder matschen können - dafür wird es eine Hüpffontäne sowie drei Wasserdüsen geben. Letztere lassen sich durch einen Druckknopf in Gang setzen. Das Wasser läuft dann laut Planerin Corina Hörold in einem Bächlein zusammen, das die Kinder zum Beispiel anstauen können.

Im hinteren Bereich des Platzes wird eine Grünfläche mit Sträuchern und anderen Pflanzen angelegt. Der restliche Teil des Geländes sollte ursprünglich sandgeschlemmt werden - auch, um sich abzuheben. Doch der Stadtrat hat sich am Dienstag anders entschieden: mit 8 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen. Die Fläche wird mit Schotterrasen gestaltet, sodass am Ende fast der gesamte Platz grün aussieht. Bürgermeister Harald Wendler (Die Linke) hatte zuvor darauf hingewiesen, dass dann allerdings die Gefahr besteht, dass Trampelpfade entstehen. Vorgegebene Wege wird es nicht geben. Indes sind Sitzwürfel und Bänke als weitere Elemente vorgesehen. Als Abgrenzung zum Altmarkt soll eine Reihe von Bäumen dienen - dabei hatte sich der Rat schon auf Ahornbäume geeinigt.

Der nun einstimmig beschlossenen Gestaltungsvariante sind neben Beratungen im Stadtrat eine Einwohnerversammlung, die Abstimmung mit den Schnitzern und eine Beratung auf der Freifläche vorausgegangen. Dabei wurden auch Elemente aufgeklebt, um sich das Ganze besser vorstellen zu können. Die Arbeiten am Platz sollen beginnen, nachdem die Giebel-Sanierung am Nachbarhaus des einstigen "Bayrischen Hofes" abgeschlossen worden ist. Der Auftrag dafür in Höhe von rund 256.000 Euro ist bereits im Juli an ein Unternehmen aus Geyer vergeben worden. Da nun zusätzlich Schotterrasen zum Einsatz kommt, wurden weitere Ausgaben von 5000 Euro bewilligt. Inklusive dem Abriss liegen die Gesamtkosten damit bei mehr als 465.000 Euro. Geyer bekommt rund 252.000 Euro Fördergeld für das Projekt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...