Neuer Rat gibt gleich Geld aus

In Tannenberg soll ein kommunales Wohngebäude saniert werden. Einstimmig wurden die Aufträge vergeben. Die Arbeiten sollen aber erst 2020 so richtig beginnen.

Tannenberg.

Michael Hirsch ist alter und neuer stellvertretender Bürgermeister von Tannenberg. Er wurde in der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates einstimmig in seinem Amt bestätigt. Laut Bürgermeister Christoph Neubert ist Hirsch der wohl dienstälteste stellvertretende Bürgermeister im Landkreis.

Auch im Gemeinderat selbst hat die Kommunalwahl im Mai dieses Jahres kaum für Bewegung gesorgt. "Der alte Rat ist ja quasi auch der neue", stellte Neubert fest. Dieses Ergebnis könne man so oder so interpretieren. Einerseits sei es eine Bestätigung dafür, dass die Räte in den vergangenen fünf Jahren nicht so viel falsch gemacht haben und bei den Bürgern Vertrauen genießen. Zudem sei mit diesem Wahlergebnis eine kontinuierliche Weiterarbeit möglich, müsse nicht alles ausführlich erklärt werden, wie das bei vielen neuen Räten durchaus nötig sei. "Zum anderen wäre es aber auch gut gewesen, wenn mal wieder ein paar junge Leute in den Rat gekommen wären", so Neubert. Wobei er aber gleich ergänzte: "So alt ist der jetzige Rat nun auch wieder nicht." Der Tagesordnungspunkt "Verpflichtung neuer Gemeinderäte" ging dann dementsprechend sehr zügig über die Bühne. Mit Jochen Wasner haben die Tannenberger Bürger im Mai lediglich ein neues Gesicht in das Gremium gewählt.


Und für dieses ging es nach den obligatorischen Personalangelegenheiten einer konstituierenden Sitzung auch gleich zur Sache. So galt es, Bauaufträge für ein kommunales Wohngebäude zu vergeben. Das Objekt, in Tannenberg auch als ehemalige Zigarrenfabrik bekannt, verfügt über vier Wohnungen von denen drei belegt sind. Die Kommune will Dach und Fassade erneuern lassen. Dafür nimmt sie insgesamt knapp 120.000 Euro in die Hand. Die Fassadengestaltung ist dabei mit allein 68.900 Euro der größte Posten. Laut Neubert liege man mit der Gesamtsumme rund 16.000 Euro über dem eigentlichen Plan. Die Mehrkosten müsse die Gemeinde schlucken. Er hofft, dass nach Bauende vielleicht dennoch bei dem einen oder anderen Posten eine kleine Einsparung zu Buche steht.

Die Instandhaltungsmaßnahmen an dem Gebäude sollen noch in diesem Jahr mit vorbereitenden Arbeiten beginnen. Der richtige Bau werde aber erst im nächsten Frühjahr über die Bühne gehen. Die Fertigstellung kalkuliert der Bürgermeister für den Sommer 2020.

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