Neuer Spielplatz sorgt für Jubel

Erstmals haben sich in Annaberg zwei Vermieter für ein Projekt zusammen getan. Das Ergebnis lässt vor allem Kinderherzen höher schlagen.

Annaberg-Buchholz.

Wenn die Kleinen ganz groß jubeln, muss es schon einen besonderen Anlass geben. Nicht ohne Grund war deshalb gestern die Stimmung unter den rund 20 Kindern am Barbara-Uthmann-Ring in Annaberg-Buchholz mehr als ausgelassen. Denn gegenüber des Verwaltungsgebäudes der Wohnungsbaugenossenschaft Erzgebirge (WBG) wurde ein neuer Spielplatz für die Kinder freigegeben. Bei der Anlage handelt es sich um das erste gemeinsame Projekt der WBG zusammen mit der städtischen Wohnungsgesellschaft (SWA). "Uns war bekannt, dass es im Stadtviertel an Spielplätzen fehlte", sagt WBG-Vorstand Monika Kube. In Gesprächen mit der SWA, die das Gelände für die Anlage stellt, sei man sich im Sommer einig geworden, so Kube.

"Im Juni hatten wir den Vertrag auf dem Tisch", sagt Anja Tröger . Sie ist Bereichsleiterin bei der ausführenden Firma Piepenbrock. Die Montage der Spielgeräte selbst war nach gut zwei Wochen abgeschlossen. Positive Worte für den schnellen Aufbau der Anlage findet auch SWA-Wirtschaftsleiterin Monika Schiefer: "So können die Kinder den Platz bereits in den Herbstferien nutzen." Nun sei zu hoffen, dass der neue Platz von den Kindern angenommen und möglichst lang so schön bleibt, sagt Schiefer. Die Investition für den Spielplatz beläuft sich laut WBG-Vorstand Kube auf rund 24.000 Euro. Finanziert wurde das Projekt zu gleichen Teilen von der WBG und der SWA. Beide Vermieter wollen sich fortan auch die Wartungskosten teilen.

Bei den Kindern stieß der neue Spielplatz bereits gestern auf Begeisterung. Zur Übergabe war Winnie Puuh, die beliebte Bärenfigur, höchstpersönlich erschienen; es gab zudem Popcorn und Süßigkeiten. Doch dafür war kaum Zeit, denn der neue Platz musste ausprobiert werden. Neben zahlreichen Möglichkeiten zum Klettern, Hangeln und Rutschen wurde auf dem Gelände auch ein Trampolin eingelassen - das kurz nach der Einweihung ausführlich für Luftsprünge unter den Kindern sorgte.

Doch nicht nur die Kinder nahmen den Spielplatz begeistert an. Auch Antje Fischer freut es, dass die Kinder aus der Gegend eine neue Anlage zum Spielen bekommen haben. Bisher musste die Annabergerin mit ihrem Sohn Carlos immer bis nach Geyersdorf - dort befand sich der nächstgelegene Spielplatz. Die neue Anlage liegt etwas abseits der Straße und sei somit sicherer für die Kinder, sagt Fischer. Ähnlich sieht es Anwohnerin Uth Halfter: "Uns stört der Spielplatz nicht, auch wenn es einmal etwas lauter zugeht. Kinder müssen auch mal toben dürfen."

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