Oberwiesenthal bleibt weiter in der Leaderregion Westerzgebirge

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Die Diskussion um den Wechsel des Fördergebietes sind vorerst beigelegt.

Oberwiesenthal.

Für einigen Wirbel hat das Bürgerbündnis Einz aus Oberwiesenthal mit seinem Antrag gesorgt, über einen möglichen Wechsel der Förderregion im Stadtrat zu sprechen. Konkret ging es darum, dass aus dem Koordinierungskreis der Förderregion Annaberger Land entsprechende Anfragen an das Wählerbündnis herangetragen worden seien, ob nicht ein Wechsel der Stadt in das Leader-Gebiet denkbar wäre. Ein Ansinnen, denen die Vertreter des Bürgerbündnisses nach eigenen Angaben durchaus aufgeschlossen gegenüber standen. Beim Annaberger Land hatte die Ankündigung der öffentlichen Debatte in der Stadtratssitzung aber offensichtlich für Empörung gesorgt. Es wurde verlautbart, dass vom Verein keinerlei Initiative ergriffen worden sei, um Oberwiesenthal zu einem Wechsel zu bewegen. Man wolle nicht "zwischen Interessen zerrieben werden", hieß es. Nach der teilweise emotionalen Debatte im Stadtrat, zu der auch Vertreter der Förderregion Westerzgebirge eingeladen waren, in der Oberwiesenthal seit deren Gründung zugehörig ist, scheint ein solcher Wechsel aber nun vom Tisch.

Dafür könnten unter anderem die Zahlen gesorgt haben, mit denen Vereinsvorsitzender Wolfgang Ternick und Beate Bauer vom Regionalmanagement aufwarten konnten. Demnach hat die Region Westerzgebirge in der zurückliegenden Förderperiode insgesamt 25 Millionen Euro Fördermittel erhalten. Etwa ein Drittel davon sind laut Wolfgang Ternick in Investitionen in der Tourismuswirtschaft geflossen. "Es gibt unseres Wissens nach keine andere Leader-Region in Sachsen, die ihren Schwerpunkt so auf den Tourismus gelegt hat", machte Beate Bauer deutlich. Mittlerweile sei die Förderperiode zudem bis 2022 verlängert worden. Dafür seien der Region jetzt noch einmal 6,5 Millionen Euro Fördermittel in Aussicht gestellt worden. Wie die Möglichkeit dieser finanziellen Unterstützung genutzt werde, entscheide aber jede Mitgliedskommune für sich.

Dass Oberwiesenthal bisher vergleichsweise wenige Maßnahmen eingereicht hat, liegt laut Bürgermeister Mirko Ernst (FDP) daran, dass die Stadt für ihre Investitionen Fachförderprogramme genutzt hat, deren Fördersätze deutlich höher lagen. Dennoch seien in der aktuellen Förderperiode bisher sieben Projekte unterstützt worden. Der Gesamtumfang betrug annähernd 750.000 Euro. Darunter waren beispielsweise Vorhaben der Kirchgemeinde, von Unternehmen sowie Privatpersonen. (af)

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