Partymacher wollen erneut die Dance-Charts stürmen

Der Peniger Markus Zschuch und sein Annaberger DJ-Kollege Martin Bonitz füllen nicht nur die Tanz-Tempel der Region. Ihr erster gemeinsamer Titel startete durch auf Platz 11 der deutschen Dance-Charts. Nun legen sie nach.

Im eigenen Annaberger Tonstudio mischen Martin Bonitz (l.) und Markus Zschuch ihren zweiten gemeinsamen Titel "Schweben". Dieser soll im September veröffentlicht werden.
Partymacher wollen erneut die Dance-Charts stürmen

Für Sie berichtet: Uwe Lemke

Trockeneisnebel verstärkt die Lichteffekte. Mal sphärisch, mal bassbetont mit satten Beats schicken die beiden DJs ihre musikalische Botschaft vom Pult herunter zum Partyvolk. "Make it" ist der erste gemeinsame Titel von Markus Zschuch aus Penig - bekannt als DJ Marque S - und dem Annaberger Martin Bonitz, der sich als DJ MartinBepunkt schon länger in der Club-Szene einen Namen gemacht hat. Der Song landete auf Platz 11 der deutschen Dance-Charts. Die beiden DJs, die sich in Magdeburg kennengelernt haben, sind gerade am Durchstarten. Sie sind hungrig nach Erfolg, und sie wollen mehr.

"Hoch die Hände!" ruft Markus Zschuch ins Mikro. 800 bis 1000Leute befolgen teils ekstatisch die Anweisungen aus den Lautsprechern und feiern. "Die machen, was du sagst. Das ist wie eine Droge", gibt der Peniger offen zu. Mit seinen 21Jahren hat er nicht nur in Mittelsachsen, Chemnitz und dem Erzgebirge schon den Staub von den Platten gewischt, sondern auch auf Mallorca und in Österreich aufgelegt. Die Droge Musik lässt ihn und Martin Bonitz nicht mehr los. Markus Zschuch, "der Ehrgeizige" und Martin Bonitz, "der Erfahrene", wie sie sich selbst charakterisieren, arbeiten hart an ihrem Erfolg.

Dass beide Rhythmusgefühl haben und das Gespür für maßgeschneiderte Titel, die zur aktuellen Stimmung auf der Tanzfläche passen, ist eine Grundvoraussetzung für den Job. Für Markus Zschuch war zudem wichtig, das Mixen auch fundiert zu erlernen.

"Vor drei, vier Jahren fing ich als DJ an, habe meist zu Abi-Partys aufgelegt", erinnert er sich. Doch das habe ihm irgendwann nicht mehr gereicht. An der Musikschule Chemnitz habe er dann das Handwerk von der Pike auf gelernt - komplett Vinyl, also wie man von Platte zu Platte die Titel übereinander mischt und den nächsten Titel so andockt, dass das Tanzvolk nicht aus dem Rhythmus kommt und glaubt, den ganzen Abend und die ganze Nacht laufe ein einziger endlos langer Titel.

"Dirk Duske war dabei einer meiner besten Lehrmeister", lobt Markus Zschuch den in Karl-Marx-Stadt geborenen DJ, der nicht nur die angesagtesten Tanztempel Mitteldeutschlands füllt und zur "Loveparade" in Berlin vor 1,3 Millionen Party-Jüngern auflegte, sondern auch als Dozent sein Wissen an Jüngere weitergibt.

Markus Zschuch will seinen eigenen Weg gehen und hat einiges vorzuweisen: Zu Silvester 2016/17 mixte er eine Dreiviertelstunde lang ein DJ-Set auf Hitradio RTL. Vor einem Dreivierteljahr gewann er einen DJ-Contest in Altenburg, nachdem er sich unter rund 5000 Bewerbern per Online-Voting dafür qualifiziert hatte. Der Peniger ist fest entschlossen: "Mein Ziel ist es, unser DJ-Projekt ,Maque S & MartinBepunkt' erfolgreich nach vorn zu bringen."

In Martin Bonitz hat er dabei einen erfahrenen Partner. Der 36-jährige Annaberger, der Maler und Lackierer gelernt hat und als Raumausstatter selbstständig war, macht seit 2001 Musik. Nachdem er seine Ausbildung zum Audio-Produzenten an der Akademie Deutsche POP Hannover beendet hatte, kehrte er vor zwei Jahren ins Erzgebirge zurück und eröffnete mit Sebastian Seidel von Stereoact - bekannt geworden durch ihren Hit "Die immer lacht" - und Andreas Brückner das Annaberger Tonstudio "Madix".

Doch nun arbeitet Bonitz, der mit Andreas Brückner (DJ ADDE) noch ein zweites DJ-Projekt unter dem Namen No Twins am Laufen hat, im eigenen Studio in Annaberg. Dort schiebt er mit Markus Zschuch die Regler für den zweiten gemeinsamen Titel "Schweben", der im September erscheinen soll. "Ich habe ein gutes Gefühl", sagt Martin Bonitz, der sich auf Remixes spezialisiert hat.

Noch ist geheim, wie das Werk klingen wird. Nur so viel: Es wird eine Partynummer mit Ohrwurm-Charakter und zum Tanzen animierenden Beats - 128 pro Minute, perfekt zum Tanzen in Partynächten. Nun suchen beide noch ein Plattenlabel, das sie unter Vertrag nimmt, und eine Agentur für die Buchungen. Dann könnten sich weitere große Türen öffnen. Nächste große Auftritte haben sie am 7. September zur DJ-Night in Geyer, am 22. September im Haus Bärenstein und am 2. Oktober im Eventcenter Stollberg.

Den Song "Make it" können Sie im Internet anhören.www.freiepresse.de/makeit

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