Pendlerstopp aus Tschechien ist für Firmen eine Katastrophe

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Ab Sonntag dürfen Pendler aus Tschechien nur noch aus einigen wenigen Branchen einreisen. Industrie-Arbeiter zählen nicht dazu. Dabei stellen sie in mehreren Betrieben im Erzgebirge die Hälfte der Beschäftigten in der Produktion. Das ist nicht zu kompensieren.

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2424 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    2
    Zeitungss
    15.02.2021

    Na ralf66, Sie dürfen mir meine absurden Ideen ruhig widerlegen, noch kann ich den Gegebenheiten in Deutschland einigermaßen folgen und meine Schlüsse daraus ziehen, auch wenn diese mit der gewollten Meinung nicht immer übereinstimmen, was das eigentliche Problem in unserer heilen Welt ist.

  • 5
    1
    Zeitungss
    15.02.2021

    @ralf66: Dann fangen Sie einmal an, den Markt von Billigprodukten zu säubern. So manches Gerät mit aufgedruckten deutschen Markennamen bitte nicht vergessen. Solcher Sondermüll wird damit aufgepeppt und teuer an den Kunden gebracht.
    Ich weiß, diese Diskussion hatten wir schon und der deutsche Kunde ist begeistert, dass er über den Eimer gehalten wird, so habe ich das damals auch verstanden.

  • 4
    7
    ralf66
    14.02.2021

    @Maschinenbauer, nun aber mal gut mit dieser Lobhudelei, Geld unter den Leuten regt die Kaufkraft an, wer wenig verdient gibt allgemein für bestimmte Dinge weniger oder gar kein Geld aus.
    Wenn es nach mir ginge, würde manches Billigprodukt vom Markt verschwinden weil diese Produkte die so entstehen zum großen Teil wegen der unzureichenden Konstruktion, Verarbeitung und des Materialeinsatzes ihrer daraus folgenden zu kurzen Haltbarkeit sehr bald das innere der Mülltonne sehen, es wird von vornherein sozusagen Schrott produziert den Leuten mit diesen Billigprodukten nur kontinuierlich das Geld aus der Tasche gezogen ohne das sie es oft merken, Werbung ist mehr als das Produkt hält, man muss immer wieder nachkaufen weil das Zeug meist wenig taugt, so werden die gute Profite dieser Billigherstellerfirmen auch erreicht aber leider nur ein zu niedriger Lohn gezahlt!

  • 33
    5
    Conny
    14.02.2021

    Dass die tschechischen Arbeiter nicht arbeiten können, stimmt nicht.
    Sie dürfen nur nicht pendeln, müssen sich entscheiden, ob sie in Deutschland bleiben oder nach Hause fahren.
    Es wurde berichtet, dass einige der großen Firmen entlang der Grenze Hotels zur Unterbringung ihrer Arbeiter, u. U. sogar mit deren Familie, angemietet haben.
    Hilft dann auch den lokalen Hoteliers.

  • 41
    4
    Bautzemann
    13.02.2021

    Das Thema an sich ist schwierig. Die Arbeiter aus Tschechien können einem leid tun. Unter den Pendlern sind mit Sicherheit keine Manager und Direktoren. Mindestlohn ist angesagt, der allerdings im Umtauschkurs zur Krone den Menschen helfen kann. Jetzt dürfen sie nicht arbeiten. Hat nicht die SPD lautstark getönt Werksverträge und Zeitarbeit zu bekämpfen? Bundesminister Heil klingt mir noch in den Ohren. Die vielfache Meinung, die Tschechen nehmen uns die Arbeit weg, ist schlichtweg falsch. Würden unsere Sachsen im Verbund mit ihren Gewerkschaften auch im Grenzgebiet für ordentliche Tarife sorgen, müssten nicht über 9000 Arbeitnehmer aus Tschechien die hiesigen Unternehmen in der Produktion halten. Kein Mensch redet in diesem Zusammenhang vom gewöhnlichen Kapitalismus. Billige Arbeitskraft, ist gleich billiges Produkt, ist gleich Konkurrenzfähig. Wer kontrolliert eigentlich die Arbeitsbedingungen unserer Nachbarn in den sächsischen Betrieben? Dieser Staat sicher nicht!

  • 27
    11
    Maschinenbauer
    13.02.2021

    Sehr positiv finde ich es, dass es Firmen wie Mogatec und Hugo Stiehl in unserer Region gibt. Positiv ist auch, dass es Firmenbosse gibt, die Verantwortung und Risiko übernehmen und Arbeitsplätze schaffen. Und wenn nicht genug einheimische Arbeitskräfte gefunden werden, dann ist das Pendeln in einer Grenzregion eine gute Sache. Sicher wäre es schön, wenn alle Arbeitskräfte etwas mehr verdienen würden. Aber mal Hand aufs Herz. Würden wir dann auch die höheren Preise für die Heckenschere oder die Haushaltsartikel bezahlen oder bei der Konkurrenz kaufen? Kann man machen, aber die Konkurrenz produziert sicher nicht in unserer Region.

  • 15
    8
    TutNichtsZurSache
    13.02.2021

    @hellschwarzaue Bedeutet das was sie da schreiben, das arbeiten für den Mindestlohn für zB Hartz IV Empfänger nicht zumutbar ist? Das es zuwenig für den "Deutschen" ist?

  • 33
    3
    Neouser
    13.02.2021

    In offenen Grenzregionen ist es glaube ich normal, dass von den Vorteilen links und rechts der Grenze profitiert wird . Das Angebot und Nachfrage an Arbeitskräften auch das Lohnniveau beeinflusst ist eine logische Folge und irgendwie auch marktwirtschaftlich, ob für die Akteure nun negativ oder positiv behaftet. Ich finde den Zustand jedenfalls besser als vor 20 Jahren, als noch herabwürdigend auf die armen Tschechen geblickt wurde und es ist auch ein Ausdruck eines harmonischen und zusammenwachsenden Europas für die kleinen Leute, noch mit vielen Problemen behaftet, aber greifbar. Die Regularien, um dies gerecht für alle Menschen zu gestalten, müssen die Politiker schaffen. In "normalen" Zeiten bestand wahrscheinlich kein Handlungsbedarf. Nun ist "Corona" und vieles wird jetzt überstürzt und auf symbolische Gesten bedacht, in die Corona-Schutz-Verordnungen gepackt. Nach den Gastronomen und kleinen Händlern usw. sind jetzt die Pendler dran.

  • 46
    4
    ralf66
    13.02.2021

    In Deutschland ist das Wort autark in vielen Bereichen der Wirtschaft verloren gegangen, da werden ganze Produktionsbereiche verschiedener Firmen ins Ausland verlegt in den Grenzregionen arbeitet man mit Billiglöhner aus Polen und Tschechien in einer Personalhöhe, dass wenn etwas schief geht wie jetzt die Pandemie die Produktion in Gefahr ist, ja hier wird man einiges in den nächsten Jahren überdenken müssen inwieweit man sich immer mehr abhängig vom Ausland machen will. Von der Firma Hugo Stiehl hat man ja so einiges schon gehört, spricht sich ja rum, da ist es verständlich, dass die Frau Geschäftsführerin nicht merkt, dass auf der anderen Seite der Grenze in Tschechien wo der große Teil der Arbeiter ihrer Firma her kommt gerade sehr hohe Fallzahlen sind.

  • 38
    15
    hellschwarzaue
    13.02.2021

    Die Hartz4 Empfänger hier sind oft auch nicht Mobil (Kein Auto, FS und Busse fahren auch nicht) dann ist eben noch das Gehalt. Wer geht schon für den Mindestlohn oder IGZ Tarif Leiharbeit Drei Schicht arbeiten? Für die Tscheschischen Arbeiter ist das bestimmt noch Viel Geld weil man dort weniger verdient oder keine Arbeit findet aber für Deutsche oder hier lebende halt nicht.

  • 45
    18
    Kroko
    13.02.2021

    Nun es stimmt schon das man bei uns in der Region für gezahlte 11 oder 12 Euro Stundenlohn nur schwer Fachkräfte findet. Und ja, deshalb sind die Betriebe/ Firmen auch auf Tschechische Mitarbeiter angewiesen.
    Mutation hin oder her, ich finde die Entscheidung so wie sie getroffen wurde nicht in Ordnung. Oder warum dürfen dann gerade Pflegekräfte oder Mitarbeiter des Gesundheitssystem weiter einreisen. Wo doch hier wohl die größte Gefahr der Ansteckung vorliegt. Außerdem wäre es Sinnvoll solche Entscheidungen auch rechtzeitig bekannt zugeben und nicht erst wenige Tage zuvor. Aber das schaffen unsere Politiker in Dresden wohl nicht mehr.

  • 31
    12
    TutNichtsZurSache
    13.02.2021

    @larifari

    Die Leidtragenden sind aber nun Mal die Arbeiter und Angestellten der Region, nicht die "großen Firmenbosse", die ja nur Geld scheffeln. Die Grenzen waren bis jetzt ja nicht unkontrolliert offen, sondern haben mit dem System der 2x Testung pro Woche ganz gut funktioniert. Wollten wir nicht die Kranken und Alten schützen? Und deshalb darf der Arbeiter der alleine an nee Maschine steht nicht, Personal welches aber gerade mit der Risikogruppe zutun hat sehr wohl kommen?

  • 80
    9
    TutNichtsZurSache
    13.02.2021

    Als Mittarbeiter in einem solchen Unternehmen, welches ab Montag straffe Probleme haben wird, muss ja ich aber auch sagen: ja,ein Grund ist sicher die schlechtere Entlohnung in der Region und die günstigeren Arbeitskräfte aus dem Ausland. ABER ich musste auch feststellen, wie zuverlässig diese Arbeiter zumeist sind, im Gegensatz zu den deutschen "Fachkräften" die um Laufe der Zeit hier immer wieder angefangen haben, und wieder aufhören, weil ihnen die Arbeit doch zu schwer, zu stressig, zu irgendwas ist. Natürlich hatten wir hier viele Hartz IV Empfänger die die Arbeit übernehmen könnten, nur leider WILL ein Großteil einfach nicht. Leider...

  • 77
    12
    leserwolf1962
    13.02.2021

    Wenn ich lese "...wer direkt über tschechische Leiharbeitsfirmen gebucht wird..."da möchte ich mir lieber nicht vorstellen mit welchen Löhnen diese Beschäftigten abgespeißt werden.
    Aber das nur als Nebengedanke.
    Zur reinen Corona-Problematik, ich empfinde die Entscheidung richtig Leute aus einem Raum wo die Infektionszahlen so hoch sind, vorsichtshalber erst einmal nicht pendeln zu lassen.

  • 81
    14
    Lisa13
    13.02.2021

    Nun bekommen die Firmen die Rechnung , gut so.... wer kann noch von Mindestlohn leben , hier im Lande ...es ist eine Frechheit was sich die Chefs dieser Firmen leisten ,bieten 10,50€ für Schichtarbeiter....erst diese Woche in , Chemnitz sucht Arbeitskräfte bei FB gelesen.
    Ich kenne einen Firmen Inhaber , da wird geprotzt...mein Haus ...mein Auto und mein Boot , gut das jetzt die Rechnung kommt

  • 66
    18
    larifari
    13.02.2021

    @Katrin Viertel: "Wenn wir ein Hotspot-Gebiet wären, könnte ich das ja verstehen..."

    Ein paar Kilometer Luftlinie trennen Crottendorf und tschechische Gebiete mit Inzidenzen jenseits von 1000. Lassen Sie doch die Grenzen noch 2, 3 Wochen offen. Dann wird halt der Erzgebirgskreis abgeriegelt. Hauptsache schön weiter Schotter in die eigenen Taschen stecken, was kümmert uns die Gesundheit der Arbeitnehmer....

    @Matthias Liske: "Die Regelung trifft wieder die Grenzregion. In Leipzig etwa spielt das keine Rolle".
    Das, Herr Liske, liegt in der geografischen Natur der Sache. Leipzig grenzt nun mal nicht an Tschechien. Möglicherweise reisen aus dem Umkreis von Leipzig ebenso viele Tagespendler in die Großstadt zum Job, wie Tschechen in den Ergebirgskreis. Nur haben eben die Nachbarn keine 7-Tage-Inzidenzen jenseits von 1000. Aber, wenn man Birnen mit Äpfeln vergleichen will, geht das natürlich auch....

  • 64
    20
    KTreppil
    13.02.2021

    Wenn die Mutationen wirklich so gefährlich sind, wenn(!!??), dann ist das absolut gerechtfertigt und sollte für ALLE Pendler aus Tschechien gelten. Auch für Pflegepersonal, ganz besonders für Pflegepersonal. Alle Unternehmen und Einrichtungen, die gesamte Politik, sollte hinterfragen, warum wir so abhängig von diesen Pendlern werden konnten! Können oder wollen die vielen Hartz4 Empfänger in Sachsen diese Arbeit nicht machen????

  • 54
    18
    Conny
    13.02.2021

    Wäre die größere Katastrophe nicht, den gesamten Betrieb wegen eines Ausbruchs der Coronamutation ganz schließen zu müssen?
    "Passiert schon nichts" ist nun mal derzeit keine Option.

  • 82
    11
    789010
    13.02.2021

    Ich hätte den Pendlerverkehr aus dem Nachbarland auch auf Mitarbeiter aus Krankenhäusern, Pflegeheimen und der Landwirtschaft ausgeweitet und dies, spätestens schon vor einem Vierteljahr. Mir verbietet man, mich 15 km von zu Hause zu entfernen und dort kommen Heerscharen von Wanderarbeitern ins Land. Diese Logik soll mir mal einer erklären.
    Mir ist schon klar, dass wir auf diese sicher auch sehr preisgünstigen Mitarbeiter angewiesen sind, da sie unseren Personalpolitischen Missstand kaschieren. Jedoch liegen die Inzidenzzahlen in der Tschechischen Republik noch weit über den hiesigen was einem Personaltourismus entgegenspricht zum anderen brauchen die dortigen Krankenhäuser und Pflegeheime ihr ausgebildetes Personal sich selbst ganz dringend.

  • 96
    14
    User98765
    13.02.2021

    Jetz bezahlen die Unternehmen eben das nach, was sie versucht haben über die Jahre mit niedrig Löhnen zu sparen. Für viele Firmen hält sich mein Mitleid mehr als in Grenzen.

    Würde man die eigenen Leute gerecht bezahlen, hätte man diese Probleme jetz nicht.

  • 90
    14
    FromtheWastelands
    13.02.2021

    Wurden die Unternehmen bessere Löhne zahlen und bessere Arbeitsbedingungen bieten würden fänden sie genug Arbeitnehmer in Sachsen, aber warum sollten sie wenn man für weniger Geld Arbeiter aus dem Ausland bekommen kann. So verlässt die Jugend nach wie vor ihre vor sich hin vergreisende Heimat und sucht sich anderswo bessere Jobs. Seit 30 Jahren geht das so und jetzt wo eine kleine Pandemie dem Ganzen gewaltig in die Parade fährt, merkt man auf einmal das man sich selbst in eine Abhängigkeit gebracht hat, die in solch einer Situation plötzlich das Unternehmen gefährdet.

  • 91
    8
    KMS1983
    13.02.2021

    Mich erschreckt bei dem Beitrag eher, dass bereits so viele ausländische Fachkräfte in sächsischen Betrieben arbeiten, da wir anscheinend nicht genügend Fachkräfte finden oder diese zu schlecht bezahlt werden oder diese nicht die nötige Qualifikation haben. Das bedeutet auch, dass ein Teil der Wertschöpfung ins Nachbarland fließt und nicht hier vor Ort bleibt. Ohne die genauen Hintergründe zu kennen und zu wissen ob das ein "sich damit arrangieren" oder "so gewollt" ist, kann man hier erneut deutlich die vergessende Region Südwestsachsen sehen. Dresden ist scheinbar wirklich zu weit weg.

  • 116
    12
    marvelino
    13.02.2021

    Könnte es einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Entlohnung und der Abhängigkeit von tschechischen Arbeitskräften geben?

  • 85
    54
    Maikproton
    13.02.2021

    Na vielleicht mal darüber nachgedacht ob es nicht auch deutsche Mitarbeiter gäbe.zb Arbeitslose und Hartz IV Empfänger die zuhause sitzen.