Per Kutsche auf der Bierroute

Seit knapp einer Woche ist Maik Reichel mit seinem Pferdegespann unterwegs. Am Donnerstag machte er Halt bei der Brauerei Fiedler in Oberscheibe. Natürlich wurde angestoßen.

Oberscheibe.

Maik Reichel liebt Pferde und ein Bierchen trinkt der Lengefelder auch hin und wieder ganz gern. Kombiniert werden diese Freuden in seiner Funktion als Bierkutscher für die Freiberger Brauerei. Fern ab von dieser ist er nun seit einigen Tagen unterwegs. Mit der Bierkutsche und zwei weiteren von Pferden gezogenen Planwagen haben er und seine Mitstreiter sich am Samstag von Blockhausen aus auf den Weg gemacht. Ihr Ziel ist Alberoda. Dort wollen sie am Samstag ankommen. Bis dahin standen und stehen aber viele Zwischenstationen an. Die Truppe ist auf der Erzgebirgischen Bierroute unterwegs. Einer der Stopps wurde am gestrigen Donnerstag bei der Brauerei Fiedler in Oberscheibe eingelegt. Chef Christian Fiedler empfing die Reisegruppe - wie sollte es anders auf der Bierroute sein - natürlich mit einem kühlem Bier.

Während auf der Bierkutsche nur Platz für wenige Personen ist, das liegt vor allem an dem riesigen Bierfass, das auch gut gefüllt ist, werden Mitfahrende in einem der Planwagen untergebracht. "Etwa 70 Leute haben wir schon mitgenommen", erzählt Maik Reichel. Pro Tag begleiten zwischen zehn und 15 Frauen, Männer und Kinder die besondere Tour. "Schon als die Bierroute ins Leben gerufen wurde, habe ich mir vorgenommen, sie einmal mit der Kutsche abzufahren", sagt Reichel. In diesem Sommer ist es nun endlich soweit. Das liege auch daran, weil viele Feste und Anlässe ausfallen, bei denen der Bierkutscher sonst gebucht ist. Um den Pferden dennoch ein bisschen Auslauf zu verschaffen, machte er sich mit ihnen nun auf, die Spuren der Biertradition abzufahren. Unterwegs ist der Tross vor allem auf Nebenstraßen und in Wäldern. Überall, wo sie bisher aufgetaucht sind, haben sie die Aufmerksamkeit der Anwohner, Autofahrer und Passanten auf sich gezogen. "Die Leute winken uns zu." Und wenn sie dann am Abend das Nachtlager in den unterschiedlichen Orten beziehen, kommt nicht selten das halbe Dorf hinzu. Am heutigen Freitag geht es von Markersbach aus übers Land bis nach Zwönitz auf den Reitplatz. Am Samstag steht die letzte Etappe auf dem Programm, diese führt über Lößnitz nach Aue-Alberoda.

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