Polizei zufrieden mit erstem Schultag

"Sicherer Schulweg - hin und zurück" heißt eine landesweite Aktion, die vor allem Abc-Schützen helfen soll. Am gestrigen Montag war Auftakt in Annaberg-Buchholz.

Annaberg-Buchholz.

Verstopfte Ein- und Ausfahrten, wild parkende Autos, rasant fahrende Eltern und dazwischen verunsicherte Schulanfänger - Situationen, die Polizeihauptmeisterin Claudia Auerbach und Polizeihauptkommissar Ullrich Laukner vom Polizeirevier in Annaberg-Buchholz nur zu gut kennen. Am gestrigen Montagmorgen aber, beim offiziellen Auftakttermin im Erzgebirgskreis für die Aktion "Sicherer Schulweg - hin und zurück" vor der Grundschule An der Riesenburg in Annaberg-Buchholz gab es für die beiden nur wenig Grund zur Kritik. Der Großteil der Eltern brachte ihre Schützlinge zu Fuß - und das ganz vorschriftsmäßig.

Dennoch sei die landesweite Aktion wichtig, erläutert Polizeihauptmeisterin Kerstin Schröder vom Fachdienst Prävention der Polizeidirektion Chemnitz. Denn allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind im Erzgebirgskreis 34 Kinder verunglückt - und das hauptsächlich vor Schulen. Deshalb erfolge insbesondere zu Schuljahresbeginn eine verstärkte Verkehrsüberwachung auf Schulwegen und vor Schulen, aber auch an Haltestellen von Schulbussen beispielsweise. Und auch die Sicherheit der Kinder in den Autos werde kontrolliert. Denn oft erlebt es Kerstin Schröder, dass zwar die Eltern in den Autos angeschnallt sind, deren Kinder jedoch nicht. Und in den Schulbussen bestehe generell keine Gurtpflicht. Deshalb gehe es bei der Aktion auch darum, alle Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren. Auch, weil die Anzahl der bei Verkehrsunfällen zu Schaden gekommenen Kinder im Bereich der Polizeidirektion im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum vorangegangenen Jahr leicht angestiegen ist. Waren im Vorjahr 117 derartige Unfälle von der Polizei registriert worden, mussten im aktuellen Jahr bereits 125 bilanziert werden, sagt Daniela König von der Polizeidirektion. So wird es die landesweite Aktion noch bis zum 6. September geben.


Doch das ist nicht die einzige Aktion der Polizei in Sachen Prävention. Insgesamt hat es im vergangenen Jahr 356 verkehrerzieherische Veranstaltungen mit 5201 Mädchen und Jungen im Vorschulbereich gegeben, heißt es seitens der Polizeidirektion. Dazu kommen noch einmal 279 verkehrerzieherische Veranstaltungen mit 5062 Kinder im Grundschulbereich. Die ersetzten aber nicht die Verkehrserziehung durch die Eltern - unter anderem beim Üben des täglichen Schulweges. Wichtig sei zudem das tägliche Vorleben des richtigen Verhaltens - zum Beispiel beim Überqueren einer Straße.

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