Querfeldein zu Relikten der Vergangenheit

Zum 54. Mal laden der Kulturbetrieb des Landkreises und "Freie Presse" Stollberg zur Erlebniswanderung ein. "Berggeschrey am Schreckenberg" ist das Thema - wobei es nicht nur Bergbauhinterlassenschaften zu entdecken gibt.

Annaberg-Buchholz/Lugau.

Die Winter-Erlebnistour des Kulturbetriebs des Erzgebirgskreises und der "Freien Presse" Stollberg folgt am 16. Februar dem "Berggeschrey am Schreckenberg" - das heißt, sie findet bei Annaberg-Buchholz statt. Wanderleiter ist diesmal Clemens Holzweißig. Der Forstingenieur lässt allerdings nicht nur die beiden Bergbauepochen in der Region Revue passieren. Er verspricht eine sehenswerte Naturlandschaft sowie Interessantes am Wegesrand.

Clemens Holzweißig begibt sich mit den Wanderern sozusagen auf seinen Arbeitsweg. Denn der Annaberg-Buchholzer arbeitet im Naturschutzzentrum in Dörfel und bewältigt die Strecke gern auf verschiedenen Wegen zu Fuß. Als Wanderleiter war er schon oft aktiv, erklärt der 38-Jährige, auf dieser Route allerdings noch nie. Die sei hochinteressant "und voller Bergbaubezüge". Wobei es für ihn neben den beiden Bergbauepochen - der Silbererzbau im Mittelalter und der Uranbergbau im 20. Jahrhundert - noch eine dritte Ebene gibt, die er erlebbar machen will: "Wir haben hier heute eine wunderschöne Naturlandschaft mit schönen Aussichten auf Annaberg und den Pöhlberg."

Knapp zehn Kilometer wird die Runde lang sein, Holzweißig stuft die Tour als mittelschwer ein. Festes Schuhwerk sei sehr wichtig, denn die Route führe "relativ viel querfeldein". Und, ergänzt er: "Es gibt viel zu entdecken, was man im Vorbeigehen gar nicht gleich sieht", wenn man nicht darauf aufmerksam gemacht werde. Ein alter Sprengstoffbunker beispielsweise, ein um die 80 Meter tiefer Bergwerks-Lichtschacht oder Überreste von Gebäuden, die einmal eine große Bedeutung hatten. Er wird den Wanderern auch "mitten in der Landschaft stehende Toreinfahrten" zeigen und erklären, was es mit ihnen auf sich hat. Oder sie zum Eingang eines alten Silberbergwerksstollens führen, der "eine schöne Nachnutzung hat - da lebt ein Dachs drin". Daneben gibt es Sehenswürdigkeiten, die allgemein bekannt sind. Dazu gehören unter anderem der Startpunkt, der Frohnauer Hammer, sowie das Huthaus am Markus-Röhling-Stollen oder eben der Schreckenberg, der der Rundtour ihren Namen gab.

Am Naturschutzzentrum in Dörfel findet die große Rast statt, bei der durch das Team des Kultur- und Freizeitzentrums Lugau (KFZ) in gewohnter Weise Roster und Getränke angeboten werden.

Die Wanderung "Berggeschrey am Schreckenberg" findet am 16. Februar statt, Treff ist um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz am Frohnauer Hammer, Sehmatalstraße 3 in Annaberg-Buchholz. Es ist keine Anmeldung erforderlich, das Entgelt pro Erwachsener beträgt 3 Euro (Kinder bis 12 Jahre frei). Roster-Wertbons für die große Rast sind zwecks Planung am Start zu erwerben.


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