Rat macht Weg frei für Umbau von Röhling Stolln

Geplanter Rundweg soll Attraktivität und Sicherheit erhöhen

Annaberg-Buchholz.

Die Ampel für den Umbau des Markus-Röhling-Stollns in Frohnau ist auf grün gestellt. Mit der Abgabe einer sogenannten Patronatserklärung hat sich der Annaberg-Buchholzer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu dem geplanten Vorhaben sowie dem Verein Altbergbau "Markus-Röhling-Stolln" als Bergwerks-Betreiber bekannt.

Die Patronatserklärung soll in den nächsten Tagen über die Kommunalaufsicht der Landesdirektion zugestellt werden, sagt Vereinsvorsitzender Marc Schwan. Mit dem Papier, das die Landesdirektion als Fördermittelgeber fordere, bürgt die Kreisstadt als Grundstückseigentümer des Bergwerksareals quasi für sämtliche Fördermittel, die der Verein für die Baumaßnahme beantragt und hoffentlich auch ausgereicht bekommt. Dabei geht es konkret um 1,1 Millionen Euro netto, die aus dem Topf Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" fließen sollen. Dazu kommen reichlich 195.000 Euro Eigenmittel des Vereins, sodass als Gesamtsumme circa 1,3 Millionen Euro kalkuliert sind.

Mit diesem Geld soll Sachsens am meisten besuchte Bergwerk noch attraktiver aber auch sicherer werden, erklärte zur Ratssitzung Falk Seeliger, stellvertretender Vereinsvorsitzender. Bei dem geplanten Umbau geht es im Kern um die Schaffung eines Rundweges. Dazu sind teils aufwendige Arbeiten nötig. Zu diesen gehören: die Beräumung einer rund 100 Meter langen, alten Wismutstrecke; der Nachriss (Erweiterung) einer Altbergbaustrecke auf einer Länge von 145 Metern sowie die Neuauffahrung einer Strecke von circa 25 Metern, erläuterte Seeliger. Zudem müsse der Elektroanschluss ertüchtigt werden. Fertiggestellt sein soll alles innerhalb von 13 Monaten, schätzt Schwan.

Das Besucherbergwerk könne seit vielen Jahren ein positives Betriebsergebnis vorlegen, sagte Seeliger. Je nach Jahr seien das zwischen 10.000 und 20.000 Euro, die dem Verein nach Abzug aller Ausgaben verbleiben. Für die Zukunft hofft Seeliger auf noch bessere Ergebnisse. Dafür sollen ein höherer Schauwert sowie der Welterbe-Titel sorgen.

Bei den Stadträten fand das Ansinnen des Vereins breite Zustimmung. Ralf Rasch (FWG) etwa bezeichnete das Vorhaben als "absolut unterstützenswertes Projekt".

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