Rohbau für neue Krippe wird teurer als geplant

Crottendorf vergibt Auftrag für Großprojekt im zweiten Anlauf

Crottendorf.

Die Gemeinde Crottendorf wird mit Zustimmung des Rats den ersten Auftrag für den Bau einer neuen Kinderkrippe vergeben. Das betrifft die Baumeisterarbeiten - also den Rohbau, für den ein Unternehmen aus Aue das wirtschaftlichste von sechs Angeboten vorgelegt hat. Mit 688.000 Euro lag es dennoch gut 20 Prozent über der Kostenschätzung. Zum Vergleich: Das höchste Angebot umfasste Kosten von 989.000 Euro.

Diese Entwicklung ist keine Überraschung. Die Gemeinde hatte jene Arbeiten schon einmal ausgeschrieben. Angesichts der Mehrkosten und des späten Zeitpunkts im Jahr hatte der Rat in seiner August-Sitzung aber eine Vergabe abgelehnt. Damals lag die günstigste Offerte bei 740.300 Euro. Durch die zweite Ausschreibung, über deren Ergebnis in der jüngsten Sitzung entschieden worden ist, konnten also rund 50.000 Euro eingespart werden. Allerdings hat sich dadurch auch der Baustart ins nächste Jahr verschoben, losgehen soll es laut Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos) im März. Schon jetzt ist für ihn aber klar, dass die Gemeinde mit den geplanten Kosten von rund 1,6 Millionen Euro nicht auskommen wird. Wie auch Lutz Wittig vom Bauamt sagte, habe sich die Situation hinsichtlich der Baupreise nicht beruhigt. Diese seien immer noch sehr hoch. Bürgermeister Sebastian Martin schätzte: "1,8 bis 2 Millionen Euro werden es am Ende wohl werden." Das Land gewährt eine Festförderung von rund 1 Million Euro. "Wir wissen noch nicht, wo wir am Ende genau rauskommen. Aber wir müssen Wege finden, das zu stemmen", so Martin.

In dem Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft der Kindertagesstätte "Bärenkinder" sollen 50 Krippenplätze entstehen. Dadurch soll sich im Hinblick auf den Platz auch die Situation für die Kindergartenkinder entspannen.

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