Rudler für 50 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt

Bürgermeister lernte einst beim Fernmeldeamt und hatte später andere Pläne

Grünhain-Beierfeld.

Joachim Rudler, der Bürgermeister von Grünhain-Beierfeld, ist seit einem halben Jahrhundert im öffentlichen Dienst tätig. "Wenn man so will, bin ich seit 50 Jahren Staatsdiener", so der Stadtchef. Eine Urkunde, die das Dienstjubiläum dokumentiert, überreichte ihm unlängst Landrat Frank Vogel. Mit 17 Jahren hatte Rudler eine zweieinhalbjährige Ausbildung beim Fernmeldeamt in Schwarzenberg begonnen. Bis 1977 arbeitete er in diesem Beruf. "Danach wurde ich Netzplaner im Post- und Fernmeldeamt Schwarzenberg", erklärt der Bürgermeister.

Die Hälfte dieser 50 Jahre fungierte der heute 67-Jährige als Bürgermeister seiner Heimatstadt. So wurde er zunächst 1993 aus dem Gemeinderat heraus zum Beierfelder Ortschef gewählt. "Im ersten Wahlgang habe ich damals die absolute Mehrheit verfehlt. Im zweiten Wahlgang hat es dann mit sechs Stimmen geklappt", erinnert sich Rudler. Die Räte stimmten geheim ab. Ein Jahr später kandidierte er direkt. Gegenkandidat war damals Dietmar Leiter (SPD). 73Prozent der Beierfelder schenkten Rudler das Vertrauen. Bis 2001 war er parallel dazu bei der Telekom angestellt. "Ich war unentgeltlich beurlaubt", so Rudler, der auch im Rückblick seine Entscheidung nicht bereut hat.

Lediglich kurz nach der friedlichen Revolution in der DDR spielte er mit ganz anderen Gedanken. "Da wollte ich mal in die Selbstständigkeit gehen", so der Stadtchef. "Ich hatte schon zu DDR-Zeiten eine Feierabendbrigade. Wir haben Tiefbauarbeiten gemacht, und damals ging ich ernsthaft mit dem Gedanken um, das weiter auszubauen."

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