Rückt Neubau von Turnhalle in weite Ferne?

Planungsbüro legt Elterleiner Stadtrat Kostenschätzung vor

Elterlein.

Die Turnhalle in Elterlein ist stark sanierungsbedürftig. Das ist bekannt. Nicht bekannt war indes bis jetzt, welche Kosten auf die Stadt zukommen, wenn am Status quo etwas geändert wird. Um dahingehend nicht länger im Nebel zu stochern, wurde das Ingenieurbüro Hoch- und Tiefbau GmbH aus Sehmatal beauftragt, drei unterschiedliche Szenarien zu untersuchen und miteinander zu vergleichen. Als das Ergebnis dem Stadtrat jetzt vorgestellt wurde, gab es lange Gesichter. Grund: Der unter anderem von Bürgermeister Jörg Hartmann (parteilos) favorisierte Turnhallenneubau sprengt das Budget der Stadt Elterlein.

Die hat aus Mangel an weiteren liquiden Mitteln bei der Position Turnhalle in den aktuellen Doppelhaushalt 2019/20 lediglich Eigenmittel in Höhe von 350.000 Euro eingestellt. Der Neubau einer sogenannten Einfeldsporthalle, die laut Hans-Jürgen Schmidt vom Planungsbüro etwa 40 Prozent mehr Hallenfläche als jetzt bieten würde, schlage allerdings mit rund 2,14 Millionen Euro zu Buche. Das ist eine Summe, von der die Stadt selbst bei einer 60-prozentigen Förderung, mit der Elterlein laut Bürgermeister Hartmann rechnen könne, weit vom Ziel entfernt ist. Dennoch empfahl er dem Rat, den Neubau zu verfolgen, "auch wenn der im Moment nicht realistisch ist", so Hartmann.


Damit rückten die beiden anderen vom Planungsbüro untersuchten Varianten etwas in den Hintergrund. Dabei ging es zum einen um eine Instandsetzung beziehungsweise eine Notreparatur der jetzigen Halle. Dafür setzte der Planer Kosten von rund 80.000 Euro an. Zum anderen wurde noch eine umfassende Modernisierung untersucht. Sie kalkulierte das Büro mit 435.000 Euro. Zu beiden letztgenannten Szenarien kämen noch jeweils 220.000 Euro für neue bzw. umfassendere Außenanlagen (etwa 100-Meter-Bahn und Kugelstoßanlage) hinzu, die sich etwa von der Grundschule gewünscht würden, sagte Planer Schmidt. In der Kostenschätzung für einen Neubau seien die 220.000 bereits in der Gesamtsumme von 2,14 Millionen Euro enthalten. Nun ist es Sache des Stadtrates, sich für eine der drei Varianten zu entscheiden.

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